Das 132. Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 endete 3:3

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Veröffentlicht: 15:41, 14. Sep. 2008 (CEST)
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Südtribüne im Dortmunder Signal Iduna Park

Dortmund (Deutschland), 14.09.2008 – Das 132. Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 endete am Samstag im ausverkauften Dortmunder Signal-Iduna-Park vor 80.552 Zuschauern mit 3:3 unentschieden. Nach einer 0:3 Führung durch Schalke gelang es Dortmund in der zweiten Hälfte, das Spiel zu drehen und zum 3:3 auszugleichen. In einem sehr brutalen Spiel mit vielen Regelverstößen machte das Schiedsrichtergespann um Lutz Wagner mit einigen umstrittenen Entscheidungen auf sich aufmerksam.

Das Spiel begann mit Chancen für beide Teams. Nach einem Handspiel des Dortmunders Neven Subotić im Strafraum entschied Wagner in der 20. Spielminute auf Elfmeter. Diesen verwandelte der Schalker Neuzugang Jefferson Farfán zum 0:1 für die Gäste. Dortmund war mehr und mehr verunsichert. Als die Dortmunder Spieler nach einer fragwürdigen Aktion im Schalker Strafraum Elfmeter forderten, nutzen die Schalker die Gelegenheit zum Konter, und Rafinha machte nach einem Pass von Westermann das 0:2 (39. Minute). Einen Schlag von Rafinha gegen Valdez, der eigentlich einen Platzverweis zur Folge gehabt haben müsste, übersah der Linienrichter trotz guter Sicht.

Nach der Pause legte der FC Schalke 04 noch einmal nach: BVB-Torwart Roman Weidenfeller kam in der 54. Minute zu weit aus dem Tor und konnte den Ball nicht gegen Kevin Kurányi behaupten. Kurányi köpfte ihn vor das Dortmunder Tor, und Westermann verwandelte ihn ebenfalls per Kopfball zur 0:3 Führung.

Durch eine Ecke konnte Subotić seinen Fehler mit dem 1:3 ausgleichen und brachte die Dortmunder wieder zurück ins Spiel. In der 70. Spielminute konnte Alexander Frei, der, vom Schiedsrichter ungesehen, mehr als einen Meter im Abseits stand, das 2:3 erzielen. Das Schalker Spiel wurde zunehmend brutaler und Referee Wagner stellte Pander (gelb-rot, 73.) und Ernst (rot, 77.) nach zwei Foulspielen vom Platz.

Der Ausgleich fiel erst spät: In der 89. Minute wertete Wagner, im Gegensatz zum Linienrichter, ein Handspiel von Westermann als absichtlich und gab ebenfalls Elfmeter, eine umstrittene Entscheidung. TV-Kommentator Marcel Reif (Premiere) sprach von einer Fehlentscheidung, da auch in der Zeitlupe keine unnatürliche Handbewegung zu sehen war. Zudem sagte Reif, dass der Spieler so mit dem Rücken zum Schiedsrichter gestanden habe, dass dieser das fragliche Handspiel gar nicht gesehen haben könne. Alexander Frei verwandelte den gegebenen Strafstoß souverän. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Wagner das Spiel ohne eine Nachspielzeit ab, eine Entscheidung die ebenfalls für Verwunderung sorgte.

Auch nach dem Spiel blieben die Entscheidungen von Wagner ein Gesprächsthema. Das Magazin Stern bezeichnete den Elfmeter als „letzte seiner vielen Fehlentscheidungen“. Wagner selber verteidigte nach Ansicht einer Spielaufzeichnung gegenüber dem „Reviersport“ seine Entscheidungen. Die Abseitsstellung von Frei sei zwar gegeben gewesen, aber weder von ihm noch den Assistenten bemerkt worden. Proteste von Spielern habe es auch keine gegeben. Auch die Elfmeterentscheidung kurz vor Schluss sei nach seiner Ansicht korrekt, auch wenn die TV-Bilder dies nicht unbedingt hergäben. Zudem habe er nach seiner Uhr eine Minute nachspielen lassen, was aus seiner Sicht ausreichend gewesen wäre.

Spieldaten

Borussia Dortmund 3 : 3 FC Schalke 04

Tore: 0:1 Farfán (20. Minute, Handelfmeter), 0:2 Rafinha (39.), 0:3 Westermann (54.), 1:3 Subotić (67.), 2:3 Frei (70.), 3:3 Frei (89. Minute, Handelfmeter)
Gelbe Karten: Borussia Dortmund: Subotić, Hummels, Hajnal – Schalke 04: Rafinha (1)
Rote Karten: Ernst (76. Minute, Schalke 04)
Gelb-Rote Karten: Pander (73. Minute, Schalke 04)

Aufstellungen:

Borussia Dortmund: Weidenfeller – Rukavina, Subotic, Hummels, Lee – Hajnal (68. Tinga), Kehl, Blaszczykowski, Kringe – Zidan (64. Klimowicz), Valdez (46. Frei)

FC Schalke 04: Fährmann – Rafinha, Bordon, Krstajic, Pander – Jones, Westermann, Ernst – Asamoah (79. Kobiashvili), Kuranyi, Farfán (75. Höwedes)

Schiedsrichter: Lutz Wagner

Zuschauer: 80.552 (ausverkauft)

Quellen