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Bergsteigerdrama am Mont Blanc endet tragisch

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Veröffentlicht: 18:48, 10. Nov. 2011 (CET)
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Mont Blanc (Archivbild)

Chamonix (Frankreich) / Courmayeur (Italien), 10.11.2011 – Die Suche nach den beiden seit sechs Tagen am Mont-Blanc vermissten Bergsteigern endete tragisch. Rettungsmannschaften konnten die wegen schlechten Wetters am Mont Blanc festsitzenden Bergsteiger nur noch tot bergen. Die beiden Leichen wurden in einem Hohlraum unterhalb eines schneebedeckten Grates an der Walkerspitze in über 4.000 Metern über dem Meeresspiegel gefunden. Sie waren von etwa 30 cm Schnee bedeckt, den ein Suchhubschrauber dann aufgewirbelt hat. Dadurch wurde die Entdeckung eines roten Zipfels eines Anoraks ermöglicht.

Die Gendarmerie in Chamonix teilte der Presse mit, dass die beiden Bergsteiger nur ihre Kocher und Wasserflaschen bei sich gehabt hätten und nicht ihre Schlafsäcke. Es werde deshalb vermutet, dass die beiden Franzosen, ein ortskundiger Führer und eine Bergsteigerin aus Paris – beide galten als erfahrene Bergsteiger –, beim Versuch des Abstieges starben. Sie waren am 3. November über die Linceuil-Route an der Grandes-Jorasses-Nordwand aufgestiegen und wurden beim Abstieg von einem Unwetter überrascht.

An der Stelle, an der der 47-jährige Olivier Sourzac und die 44-jährige Charlotte Demetz gefunden wurden, hatte die Bergwacht bereits am Montag (7. November) gesucht. Man gehe davon aus, dass die beiden Bergsteiger schon damals nicht mehr am Leben gewesen seien, da sie sich ansonsten beim Hören der Rotorblätter bemerkbar gemacht hätten. Das letzte Lebenszeichen war am vergangen Freitag (4. November) telefonisch eingegangen, doch dann war offensichtlich der Akku von Sourzacs Mobiltelefon erschöpft. Die gefundenen Leichen hatten eine Temperatur von null Grad. Man geht nach einem italienischen Medienbericht davon aus, dass Sourzac und Demetz bereits in der Nacht vom Samstag auf Sonntag erfroren seien.

Starker anhaltender Wind mit Geschwindigkeiten von 80 Kilometern pro Stunde hatte den Einsatz von Helikoptern über Tage hinweg unmöglich gemacht. Auch aufsteigende Retter der Bergwacht zu Fuß, unter ihnen Sourzacs Bruder Bruno, mussten umkehren, weil am Berg hohe Lawinengefahr herrschte.



Quellen

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