Belgrad: Krankenhaus behielt Baby als Pfand für offene Rechnung

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Artikelstatus: Fertig 19:36, 10. Feb 2007 (CET)
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Belgrad (Serbien), 10.02.2007 – Gestern ging ein Geiseldrama der anderen Art zu Ende. Das Belgrader Neonatologische Institut hatte sich geweigert, einer jungen Mutter ihr Kind zu übergeben, weil diese die Krankenhauskosten für die Behandlung des Frühgeborenen nicht bezahlen konnte und auch nicht versichert war.

Die Mazedonierin Senija Roganovic hat das Baby vor zwei Monaten zur Welt gebracht und schuldet der neonatologischen Klinik nun 6.500 Euro.

Am 27. Dezember hätte ihr kleiner Sohn aus dem Spital entlassen werden sollen, doch ihr wurde nicht erlaubt, das Kind mitzunehmen, solange sie die Kosten nicht bezahlen kann. Die 20-Jährige hat seither vor Kummer 15 Kilo abgenommen und musste mehrmals sediert werden. In dieser Zeit durfte sie das Baby nur einmal sehen, und bei dieser Begegnung wurde ihr verboten, ihr Kind zu stillen.

Am 7. Februar erzählte Senija Roganovic ihre Geschichte der Presse. Das Belgrader Boulevard-Blatt Kurir berichtete über ihre Geschichte. Nach den Medienberichten am nächsten Tag lenkte das Spital ein und Roganovic durfte ihr Kind mit nach Hause nehmen.

Quellen