Ausgezeichneter Fotograf – Sebastião Salgado erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

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Veröffentlicht: 03:54, 20. Jun. 2019 (CEST)
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Sebastião Salgado (2016)

Berlin (Deutschland), 19.06.2019 – Mit dem Brasilianer Sebastião Salgado erhält erstmals ein Fotograf den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels lobte Salgado bei seiner Bekanntgabe am Dienstag in Berlin als „Streiter für Gerechtigkeit, Frieden und Umweltschutz“.

Salgado fotografiert durchgehend in Schwarz-weiß Menschen, sowohl solche in ihrer natürlichen Umgebung als auch solche, deren Verwurzelung durch Krieg oder Naturkatastrophen zu Schaden kam. Mit dem 1944 in Aimorés im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais geborenen Salgado zeichne der Börsenverein einen Bildkünstler aus, der „die geschändete Erde ebenso sichtbar macht wie ihre fragile Schönheit“.

Salgado lebt mit seiner Frau Lélia Wanick Salgado und den beiden Söhnen in Paris. Die Hazienda seiner Eltern hat er aufgeforstet. 1998 wurde sie in ein Naturschutzgebiet umgewandelt. Das von ihm gegründete, gemeinnützige „Instituto Terra“ hat dort seitdem 2,7 Millionen Bäume gepflanzt. Der fast ursprüngliche Zustand von rund 680 Hektar Land trägt zur Biodiversität bei.

Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung, mit der Persönlichkeiten aus Literatur, Wissenschaft und Kunst geehrt werden, die sich für den Friedensgedanken eingesetzt haben, wird traditionell zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche verliehen. Dieses Jahr wird das am 20. Oktober sein. Den Friedenspreis des vergangenen Jahres hatte der Börsenverein an das Ehepaar Aleida und Jan Assmann, zwei Kulturwissenschaftler, verliehen.


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