54. Bilderberg-Konferenz in Ottawa beendet

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Artikelstatus: Fertig 20:28, 17. Jun. 2006 (CEST)
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Ottawa (Kanada), 17.06.2006 – Zwischen dem 8. und 11. Juni 2006 fand die diesjährige große Bilderberg-Konferenz in Ottawa, Kanada, statt. Etwa 130 hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Militär, Medien und Wirtschaft wurden vom ehemaligen Vizepräsidenten der Europäischen Kommission und jetztigen stellvertretenden Vorsitzenden des Energieunternehmens Suez-Tractebel Vicomte Étienne Davignon eingeladen. Das Treffen fand im abgelegenen Brookstreet Hotel des Milliardärs Terence H. Matthews statt, um aktuelle Themen der Weltpolitik hinter verschlossenen Türen zu besprechen.

Im Zentrum der Diskussionen standen die Themen Energie, Russland, das europäisch-amerikanische Verhältnis, Iran und der Mittlere Osten sowie Asien, Terrorismus und die Einwanderungsproblematik. Darüber hinaus wurden keine Details bekannt, da sich die Teilnehmer des privaten Treffens darauf verständigt haben, gegenüber der Presse Stillschweigen zu wahren und keine inhaltlichen Fragen zu dem Treffen zu beantworten.

An dem Treffen nahmen auch hochrangige Medienvertreter teil, die sich ebenfalls nicht zu den Diskussionen äußern sollen. So nahmen aus Deutschland Hubert Burda, Vorsitzender der Hubert Burda Media Holding in München, teil. Burda verlegt mittlerweile 184 Zeitschriften in 19 Ländern und ist außer in Deutschland insbesondere in Mittel- und Osteuropa, Russland und Asien aktiv. Des Weiteren war Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, anwesend, dessen Konzern „mehr als 150 Zeitungen und Zeitschriften in 32 Ländern publiziert“ und damit „Deutschlands profitabelster Großverlag und auch international eines der führenden Medienunternehmen“ ist. Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck „ist in mehr als 80 Ländern tätig und publiziert in klassischen und elektronischen Medien, die der Information und Wissensvermittlung, der Bildung und der Unterhaltung dienen“ und war durch den Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“, Josef Joffe, sowie deren stellvertretenden Chefredakteur, Mathias Nass, vertreten. Aus Österreich nahm der Herausgeber des Standard, Oscar Bronner, teil, dessen Blatt insbesondere international von Relevanz ist, wenn eine österreichische Pressestimme gefragt ist. Weitere Medienvertreter waren Juan Luis Cebrian, Vorstandsvorsitzender der PRISA Mediengruppe in Spanien, Phillip Crawley, Vorstandvorsitzender von „The Globe and Mail“, einer Tochter des kanadischen Medienkonzerns „Bell Globemedia“, des Weiteren Paul Gigot „The Wall Street Journal“, Anatole Kaletsky, Sonderberichterstatter von „The Times“, Yves de Kerdrel, „Le Figaro“, der Redaktionsleiter Fehmi Koru von der türkischen Tageszeitung „Yeni Safak“, Norman Pearlstine von „Time Warner Inc.“, Toger Seidenfaden von der dänischen Zeitung „Politiken“, John Vinokur vom „International Herald Tribune“ sowie Vendeline von Bredow und Adrian Wooldridge für „The Economist“, schließlich noch Heather Reisman, Vorstandvorsitzende von „Indigo Books & Music“, dem größten kanadischen Buchhändler, sowie James V.Kimsey, der Mitbegründer von „AOL“.

Keines dieser Medien hat sich bislang zum diesjährigen Treffen geäußert, an dem aus Deutschland außerdem Otto Schily (SPD, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestags), Jürgen Schrempp (vormals DaimlerChrysler), Friedbert Pflüger (CDU/ Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung), Ekkehard Schulz (Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG und Mitglied des US Board beim BDI) und Klaus Zumwinkel (Vorstandvorsitzer Deutsche Post World Net und unter anderem Aufsichtsratmitglied bei Morgan Stanley) teilnahmen.

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Quellen