UN-Klimakonferenz in Buenos Aires endet mit Kompromiss

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Flagge der Vereinten Nationen

Buenos Aires (Argentinien), 18.12.2004 – In der argentinischen Hauptstadt ist am heutigen Samstagmorgen die zehnte UN-Klimakonferenz zum Kyoto-Protokoll zu Ende gegangen. 5.000 Teilnehmer aus fast 190 Staaten konnten sich nicht auf einen entscheidenden Durchbruch bezüglich der Klimaschutzziele nach 2012 einigen.

Vereinbart wurde dagegen, dass im kommenden Jahr ein mehrtägiges informelles Treffen in Bonn stattfinden soll, auf dem erneut über die Zukunft des Klimaschutzes diskutiert wird. Auf dieser Konferenz sollen dann auch die Einbeziehung der Entwicklungsländer in den Klimaschutz, sowie Vereinbarungen, die über das Kyoto-Protokoll hinausgehen, auf der Tagesordnung stehen. Dadurch könnte das Treffen zum Ausgangspunkt für die Aushandlung weiterer Klimaschutzverpflichtungen werden.

Dem Treffen stimmten auch die Vertreter der USA zu, die einem derartigen Treffen zuvor skeptisch gegenüberstanden. Die USA werden an der Konferenz nur als Beobachter teilnehmen, obwohl am Rande der UN-Klimakonferenz mehrfach die Wichtigkeit der Beteiligung der USA am weltweiten Klimaschutz für den Erfolg des Klimaschutzes betont wurde.

Als ein weiterer Streitpunkt erwies sich der geplante Anpassungsfonds für ärmere Länder, wobei auch hierfür eine Lösung gefunden wurde. Die Staaten der Europäischen Union wollen 400 Millionen US-Dollar pro Jahr in den Fonds einzahlen, der den ärmeren Staaten zugute kommen soll, die besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Saudi-Arabien hatte im Gegenzug Ausgleichszahlungen für den zu erwartenden geringeren Ölverbrauch gefordert. Offenbar ist Saudi-Arabien von dieser Forderung abgerückt, die als Blockade-Taktik kritisiert wurde.

Die UN-Klimakonferenz in Buenos Aires war die erste nach der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch Russland, wodurch das Inkrafttreten des Protokolls ermöglicht wurde.

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