Mikrofon-Affäre im Deutschen Bundestag war ein „Scherz“

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Artikelstatus: Fertig 10:18, 27. Feb. 2007 (CET)
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Berlin (Deutschland), 27.02.2007 – Vier Wochen nach einem mysteriösen Mikrofonfund im Büro des Linkspartei-Abgeordneten im Deutschen Bundestag, Wolfgang Nešković, gestanden zwei Männer, ehemalige Mitarbeiter der SPD, dem Bundestags-Vizepräsidenten Wolfgang Thierse (SPD) ihre Verantwortung für die „Mikrofonaffäre“. Die Mikrofone waren bereits im Jahr 2004 als „Jux“ in dem Büro versteckt worden, als noch die rot-grüne Bundesregierung im Amt war – und dann vergessen worden. Dass ausgerechnet Nešković später das Büro bezog, war wohl Zufall. Nešković ist Geheimdienstexperte und war mit Vorgängen um den Fall des Deutsch-Türken Murat Kurnaz vertraut, wodurch der Mikrofonfund erst seine politische Brisanz entwickelt hatte. Nachdem das Parlamentarische Kontrollgremium (PKG) zu einer Sondersitzung zusammenkam und sogar über die Beteiligung ausländischer Geheimdienste spekuliert wurde, entschlossen sich die beiden „Scherzbolde“, sich gegenüber Thierse zu offenbaren, wie die Frankfurter Rundschau gestern berichtete. „Das waren halt Rheinländer“, kommentierte Thierse den Vorfall.

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Quellen