Landtagswahl in Niedersachen: Mehrheit für Rot-Grün?

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Veröffentlicht: 14:40, 11. Jan. 2013 (CET)
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Hannover (Deutschland), 10.01.2013 – Für die bevorstehende Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar zeichnet sich nach dem Ergebnis der Meinungsumfragen eine Mehrheit für den Regierungswechsel zu Rot-Grün ab. Aus 15 Befragungen, die im Laufe der letzten zwölf Monate von verschiedenen Instituten bei jeweils rund 1000 Personen telefonisch durchgeführt wurden, ergeben sich folgende durchschnittlichen Prozentwerte für die einzelnen Parteien:

Meinungsumfragen (nach 15 Umfragen)
CDU SPD GRÜNE FDP Linke Piraten Sonstige
37,9% 33,3% 13,4% 3,8% 3,7% 4,6% 3%


Demnach hätte eine Koalition aus SPD und GRÜNE eine relative Mehrheit von fast 47% der Stimmen, die CDU bekäme rund 38%. Ob FDP und Linke im Landtag vertreten sein werden, ist nicht sehr wahrscheinlich, in den Umfragen bekommen beide jeweils weniger 4%. Auch ist ungewiss, ob die Piratenpartei die 5%-Hürde schaffen oder knapp daran scheitern wird. Die sonstigen Parteien und Wählergruppen werden voraussichtlich insgesamt kaum mehr als 3% erreichen und somit keine Bedeutung haben.

Nach Einschätzung des ZDF-Wahlbarometers würde eine schwarz-gelbe Koalition auf 44% der Stimmen kommen, sofern die FDP doch mehr als 5% der Stimmen bekäme. Für eine Regierung würde das aber nicht reichen, da selbst nach dieser Wahlprognose die rot-grüne Koalition immerhin noch zwei Prozent mehr bekommen würde.

Spitzenkandidat für die CDU ist David McAllister, der seit 1. Juli 2010 - also seit knapp zweieinhalb Jahren - Ministerpräsident ist. Für die SPD kandidiert Stephan Weil, seit 2006 Oberbürgermeister von Hannover. Die Grünen werben mit den beiden Spitzenkandidaten Anja Piel, ehemals freie Mitarbeiterin bei der Deister- und Weserzeitung, und der Agrarökonom Stefan Wenzel. Der amtierende niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Birkner tritt für die FDP an. Erstmals in Niedersachsen steht diesmal auch die Piratenpartei auf dem Wahlzettel, allerdings ist sie nicht in allen Wahlkreisen mit Kandidaten vertreten.

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