Kricket als Auslöser von Disharmonien zwischen Pakistan und Großbritannien

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Artikelstatus: Fertig 19:18, 22. Aug. 2006 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich), 22.08.2006 – Im Kricket, einer bisher als „krisensicher“ und „sauber“ bekannten Sportart, gibt es nun erstmals einen großen Skandal, der auch Einfluss auf die politischen Beziehungen der betroffenen Länder haben könnte.

Bei einem Kricketspiel zwischen England und Pakistan, das am Sonntag in London stattfand, bemerkten die Schiedsrichter, dass der Ball abgenutzter war, als er ihrer Ansicht nach hätte sein können. Da dies in der derzeitigen Spielsituation ein Vorteil für Pakistan war, wurden der englischen Mannschaft fünf Runs gutgeschrieben – mit der Begründung, das Team aus Pakistan habe gemogelt.

Die Pakistanis wollten das nicht auf sich sitzen lassen und kamen nach der Teepause nicht mehr aus der Kabine. Der Schiedsrichter brach das Spiel ab. Als die Pakistaner schließlich doch noch aufs Feld kamen, wollte der Unparteiische seine Entscheidung nicht revidieren und gab den Sieg an England. Dadurch fühlen sich nun die Pakistaner diskriminiert: Sie finden, der besagte Schiedsrichter – ein Mr. Hair – würde immer schon antipakistanisch pfeifen und sehen in der ganzen Angelegenheit eine Schikane durch den Kampfrichter.

Die Wogen schlagen hoch: Schon kurz nach dem Spiel rief Pakistans Präsident Pervez Musharraf beim Trainer seiner Mannschaft an. Der Vorsitzende des Pakistanischen Kricketverbandes Shaharyar Khan bezeichnete den Schiedsrichter Hair als „Mini-Hitler“. In seiner Heimat Australien wird der Kampfrichter jedoch als Held gefeiert.

Quellen