Iran erweitert Inbetriebnahme der Atomanlage in Isfahan

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Artikelstatus: Fertig 10. Aug. 2005 (CEST)
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Wien (Österreich) / Teheran (Iran), 10.08.2005 – Weitere Teile der Atomanlage in Isfahan wurden heute auf Anordnung der Regierung Irans in Betrieb genommen.

Dazu wurden von der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) angebrachte Siegel gebrochen. IAEA-Sprecher Mark Gwozdecky bestätigte den Vorgang. Die IAEA habe bereits Überwachungskameras installiert. Die Atomenergie-Agentur beriet unterdessen in Wien weiter über die nächsten Schritte im Atomstreit mit dem Iran.

Die Anlage in Isfahan dient der Anreicherung von Uran – ein Prozess, der auch zur Herstellung von Atomwaffen genutzt werden kann. Absichten, Atomwaffen entwickeln zu wollen, wie die USA behaupten, bestreitet der Iran jedoch. Die Anlage war bereits am Montag wieder in Betrieb genommen worden. Heute wurden aber auch jene Teile der Anlage wieder angefahren, die zuvor versiegelt worden waren.

Der deutsche Außenminister Fischer hat inzwischen vor einem „Rüstungswettlauf in dieser hoch gefährlichen Region“ gewarnt. Dies wäre „ein Albtraum“ auch für die Sicherheit in Deutschland.

In einem Telefonat mit UN-Generalsekretär Kofi Annan hat der iranische Präsident Ahmadinedschad inzwischen neue Vorschläge für die Verhandlungen seines Landes mit der EU, die den Atomstreit friedlich beilegen will, angekündigt.

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Quellen