Bilanz des Zugunglücks in Japan

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Bahnübergang in Ōsaka

Ōsaka / Mito / Tōkyō (Japan), 28.04.2005 – Bei der schwersten Bahnkatastrophe in Japan seit 1963 sind bisher über 100 Menschen ums Leben gekommen. Verletzt wurden über 450 Personen, davon mindestens 150 schwer.

Am Montagmorgen waren vier von sieben Waggons eines Expresszuges im Pendlerverkehr in Amagasaki Nahe der Stadt Ōsaka aus den Gleisen gesprungen, ein Wagen schleuderte in ein Hochhaus. Im Zug befanden sich zu dem Zeitpunkt 580 Menschen. Noch drei Tage nach dem Unglück fanden Rettungsmannschaften Leichen in den total zertrümmerten Waggons.

Mittlerweile haben sich Anzeichen verdichtet, dass der 23-jährige Zugfahrer zu schnell unterwegs gewesen war. Gegen den Zugbetreiber wird nun ermittelt, da er seine Fahrer unter Druck gesetzt haben soll, die Fahrzeiten einzuhalten.

Nachdem seit Montag nun in Japan bereits zwei weitere Zugunglücke stattgefunden haben, werden die Ermittlungen nun ausgedehnt. Am Tag nach der Katastrophe Nahe Ōsaka war im Verwaltungsbezirk Ibaraki ein Personenzug nach einem Zusammenstoss mit einem Lastwagen entgleist. Dabei gab es keinen Personenschaden.

Am Mittwochmorgen kollidierte an einem Bahnübergang in der Nahe der Hauptstadt Tōkyō ein Zug mit einem Kleinbus. Der Mann im Kleinbus hatte schwere Verletzungen erlitten, er befindet sich aber nicht in Lebensgefahr. Die etwa 130 Zugreisenden wurden nicht verletzt.

Im Falle des Unglücks bei Ōsaka muss weiterhin mit steigenden Todeszahlen gerechnet werden.

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Quellen