Trotz Gewaltprävention: Schüler stirbt an Wiener Schule

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Artikelstatus: Fertig 16. Sep. 2005 (CEST
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Wien (Österreich), 16.09.2005 – Gestern hat ein 15-jähriger Schüler am Polytechnikum in Wien-Währing (Schopenhauerstraße 81) einem 14-jährigen Mitschüler tödliche Stichverletzungen beigebracht. Dies war der erste Todesfall, der als Folge eines Streits zwischen Schülern an einer Schule in Österreich eintrat.

Laut Aussagen von Zeugen ist eine anfängliche Rauferei eskaliert. Der 14-jährige, der sich eingemischt hatte, wurde mit einem Taschenmesser verletzt. Der mutmaßliche Täter gab an, er wäre von dem später gestorbenen Schüler gewürgt worden.

Heute hat sich die Wiener Vizebürgermeisterin Grete Laska an die Öffentlichkeit gewandt. Sie zeigte sich erschüttert über den Vorfall an der Schule: „Es handelt sich hier um einen tragischen Vorfall, der mich auch persönlich sehr getroffen hat.“ Den Eltern des Schülers sprach sie ihr Beileid aus. Des Weiteren sagte sie: „Er (der Vorfall) zeigt uns auch, dass wir alle – sowohl Eltern als auch in der Schule – nie aufhören können an einer friedlichen Konfliktlösung zu arbeiten und diese auch tagtäglich selbst zu leben und Vorbild zu sein. In Wiens Schulen wird derzeit schon viel an Präventionsarbeit geleistet.“

Laska wies darauf hin, dass speziell an der jetzt betroffenen Schule in der Vergangenheit zusammen mit der Polizei eine intensive Gewaltpräventionsarbeit stattgefunden habe. Für Laska bedeutet der gestrige Vorfall aufgrund bisheriger Statistiken eine Ausnahme.

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Quellen