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Starke Unwetter in mehreren Regionen Italiens

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Veröffentlicht: --09:38, 3. Okt. 2025 (CEST)
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Starke Unwetter in mehreren Regionen Italiens
Zahlreiche Feuerwehreinsätze


03.10.2025 Mehrere italienische Regionen wurden durch Starkregenfälle in Mitleidenschaft gezogen, die von einem atlantischen Tiefdruckgebiet herangeführt wurden, darunter die Lombardei, die Toskana, Friaul-Julisch Venetien, das Latium und Kampanien.

Besonders schwer getroffen von Unwettern waren in der Nacht zum Mittwoch, 10. September, zunächst die Toskana mit den Inseln Elba und Giglio. Es kam zu Starkregen und Überflutungen. Das Telefonnetz auf den beiden Inseln wurde unterbrochen. Restaurants, Geschäfte und Campingplätze liefen voll.

Im Hauptort der Insel Elba, in Portoferraio, rief die Stadtverwaltung die Einwohner auf, ihre Häuser nicht zu verlassen, wenn sie da in Sicherheit seien. Das historische Zentrum der Stadt zwischen Via Carducci und Piazza Cavour und Teile des Industriegebietes waren überschwemmt. Der Präsident der Region, Eugenio Giani, bat die Bevölkerung, die Wetterentwicklung zu beobachten. Am Mittwoch setzte zunächst eine Wetterberuhigung ein, bevor sich am Mittwochabend die Regenfälle wieder intensivierten. In der Ortschaft Forno waren zweihundert Menschen durch einen Erdrutsch von der Außenwelt abgeschnitten. Es ist nach der Unwetterperiode vom 20. bis 22. August das zweite Unwetter auf der Insel binnen weniger Wochen.

In der Lombardei waren die Provinzen Bergamo, Como, Lecco und Varese von Überschwemmungen, Erdrutschen und umgestürzten Bäumen betroffen. In der Umgebung des Comer Sees lösten starke Regenfälle mehrere kleine Erdrutsche aus, sodass Straßen gesperrt wurden. Überflutet wurden auch Teile des Stadtgebiets von Como. Dort mussten 23 Bewohner ihre Häuser verlassen. In der Region rückte die Feuerwehr in der Nacht zum Donnerstag zu 150 Einsätzen aus und befasste sich mit den Auswirkungen von Überschwemmungen, umgestürzten Bäumen und der Rettung eingeschlossener Personen. In Mailand wurde vor Hochwasser gewarnt, weil die Flüsse Lambro und Seveso über die Ufer zu treten drohen.

Auf der Bahnstrecke Lecco–Molteno–Monza–Mailand kam es bei Bulciago am Mittwochmorgen beinahe zu einem Zugunglück. Ein Regionalzug mit Pendlern und Schülern kam unmittelbar vor einem Gleisbettschaden zum Stehen, der sich unter den Schienen gebildet hatte. Abfließendes Regenwasser hatte die Gleise unterspült. Feuerwehrleute entdeckten die Stelle zufällig und konnten den herannahenden Zug gerade noch stoppen.

Auch an der Küste zwischen Lignano Sabbiadoro und Bibione an der oberen Adria in Friaul–Julisch Venetien kam es infolge von Starkregen und heftigen Gewittern zu Überschwemmungen. In Lignano Sabbiadoro war ein Campingplatz teilweise überschwemmt worden. Einige Dutzend Urlauber waren zuvor in Sicherheit gebracht worden.

Hier gelang es Rettungskräften, Polizisten und Einwohnern unter Beteiligung von Urlaubern, die gröbsten Schäden zu beseitigen und die touristische Infrastruktur instand zu setzen. Ab fünf Uhr morgens hatten Aufräumteams die Strände von Schlamm und Trümmern befreit, sodass hier die meisten Strandabschnitte wieder ihrer üblichen Nutzung zugeführt wurden – dem Kampf um die Sonnenliege.

In der Region kam es zwischen Udine und Gorizia zu hunderten von Einsätzen. Regionalpräsident Luca Zaia hatte hier den „regionalen Notstand“ ausgerufen.

Zu Einsätzen ausrücken mussten auch die Feuerwehren in Ligurien und im Latium. Das Feuerwehrkommando der Provinz Rom meldete in der Nacht zum Mittwoch 100 Einsätze, vor allem in Küstennähe. Hier musste die Feuerwehr vor allem umgestürzte Bäume beseitigen, sich um herabhängende Äste und umgerissene Schilder kümmern sowie Masten sichern.

Doch betroffen von dem Unwetter war auch der Süden des Landes, wo in der Region Kampanien der Zivilschutz die Warnstufe Orange ausgerufen hatte. Neapels Bürgermeister Gaetano Manfred teilte mit, dass die Friedhöfe der Stadt geschlossen seien. Auch Sizilien war von den Unwettern betroffen. Hier gingen in sozialen Medien Videos viral, die Straßen in Alcamo in der Provinz Trapani zeigen, die sich in reißende Flüsse verwandelt haben. Zahlreiche Gebäude standen hier unter Wasser.

In Venedig wurde am Donnerstagnachmittag mit einem Pegelstand von 105 Zentimetern Acqua alta erwartet. Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro teilte auf X mit, dass das Hochwasserschutzsystem aktiviert worden sei. Bereits in der Nacht zum Donnerstag seien Gebäude vollgelaufen und die Feuerwehren im Einsatz. (Matthiasb)


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Quellen

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