Niedersachsen: „Gammelfleisch“ aus Bayern nicht in den Verkauf gelangt

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Artikelstatus: Fertig 20:25, 8. Sep. 2006 (CEST)
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Hannover (Deutschland), 08.09.2006 – Die Ende letzter Woche entdeckten Lieferungen von so genanntem „Gammelfleisch“ aus Bayern nach Niedersachsen sind nicht in den Verkauf gelangt. Das erklärte die Pressestelle des niedersächsischen Verbraucherschutzministeriums am Freitag.

Insgesamt handelte es sich dabei um sieben Tonnen Fleisch einer Münchner Firma, die wegen des Verkaufs von abgelaufenen Fleischwaren ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten war. Bei einer kleineren Lieferung von 20 Kilogramm (einer Mustersendung) handelte es sich den Untersuchungsergebnissen zufolge eindeutig um Ware, deren Verfallsdatum überschritten war. Eine Lieferung von fünf Tonnen Hähnchenfleisch, das aus München über einen Zwischenhändler in Thüringen nach Niedersachsen gelangt war, stellte sich als gesundheitlich unbedenklich heraus. Das Fleisch war bereits in Thüringen ohne positiven Befund untersucht worden (war also noch frisch) und wurde noch einmal durch das Lebensmittelinstitut Oldenburg untersucht, das zu dem gleichen Ergebnis kam.

Das Ministerium nannte auch ein Unternehmen im Großraum Hannover namentlich, das in diesem Zusammenhang positiv aufgefallen war, weil es eine Lieferung des Münchner Lieferanten wegen überschrittenem Haltbarkeitsdatum zurückgewiesen hatte.

Ein Sprecher der Verbraucherorganisation „foodwatch“, Thilo Bode, erklärte in einem Interview mit der Jungen Welt, in Niedersachsen würden allgemein besonders viele „Lebensmittelproben von Frischfleisch beanstandet“. Das Problem sei jedoch nicht länderspezifisch, wie Bode betonte: „Es wird bundesweit und flächendeckend betrogen.“

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Quellen