Zum Inhalt springen

Major Warming und Polarwirbel-Split drohen im März 2026

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten

Major Warming und Polarwirbel-Split drohen im März 2026
Stratosphärenerwärmung könnte die Wetterzirkulation über Europa ab Mitte März deutlich verändern



Berlin (Deutschland), 26.02.2026 – Internationale Wetterdienste, darunter der US-amerikanische National Weather Service (NWS), bestätigen für Anfang März 2026 ein massives „Major Warming“ in der Stratosphäre. Dieses Ereignis führt zu einem vollständigen Zusammenbruch des polaren Starkwindbandes und einer Spaltung des Polarwirbels. Während Deutschland in der ersten Märzwoche noch von milder Hochdruckluft mit Werten bis zu 15 Grad profitiert, deutet die aktuelle Datenlage unabhängiger Forschungsgruppen auf eine massive Störung der atmosphärischen Zirkulation hin. Ab Mitte März steigt das Risiko für arktische Kaltlufteinbrüche und blockierende Wetterlagen über Europa drastisch an, was den Vorfrühling jäh unterbrechen könnte.

Die Prognose stützt sich auf eine plötzliche Stratosphärenerwärmung (Sudden Stratospheric Warming, SSW), bei der die Temperaturen in etwa 30 Kilometern Höhe über dem Nordpol binnen weniger Tage um über 50 Grad ansteigen. Wissenschaftliche Analysen der JANUS Research Group zeigen eine bevorstehende Umkehr der zonalen Winde am 60. Breitengrad von West auf Ost – das definitorische Merkmal eines „Major Warming“. Dieser Vorgang entzieht dem Polarwirbel seine Stabilität und führt zu einem sogenannten „Split“, bei dem sich zwei Tochterwirbel bilden, die kalte Luftmassen weit nach Süden in bewohnte Breiten verdrängen können.

Die Validität dieser Wettergefahr wird durch zwei voneinander unabhängige Institutionen untermauert

  • National Weather Service / NOAA: Die US-Behörden verweisen auf eine gravierende Störung des Polarwirbels im März 2026 und die Möglichkeit, dass sich Kaltluftreserven in Richtung mittlere Breiten verlagern.
  • ECMWF/JANUS Research
Aktueller Jetstream ECWMF Wettermodell Quelle Meteoleitstelle
Aktueller Jetstream ECWMF Wettermodell Quelle Meteoleitstelle
Modellrechnungen und Analysen bestätigen die Windumkehr in der Stratosphäre und erwarten eine verzögerte Kopplung dieser Störung an die Troposphäre ab etwa dem 10. März.

Kurzfristig: Hochdruckdominiert und trocken In den kommenden Tagen dominiert über Deutschland ein stabiles Hochdruckgebiet. Die Zufuhr milder Luftmassen sorgt für Höchstwerte zwischen 10 und 15 Grad, insbesondere im Süden und Westen. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit bleibt gering, was die Trockenheit der vergangenen Wochen weiter verschärft.

Mittelfristig: Potenzielle Strömungsumkehr ab Mitte März Mit der zeitversetzten Wirkung des Stratosphären-Events rechnen Meteorologen ab Mitte März mit dem Aufbau blockierender Hochdruckgebiete über dem Nordatlantik und Skandinavien. Diese wirken wie eine Barriere für milde Meeresluft und begünstigen stattdessen eine nordöstliche Strömung. In der Folge ist mit einem deutlichen Temperaturrückgang, Nachtfrösten und regionalen Schneeschauern zu rechnen.

Fazit

Die Übereinstimmung unabhängiger internationaler Wetterbehörden verleiht der Prognose einer instabilen März-Witterung eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit. Auch wenn die exakte Zugbahn der arktischen Kaltluft noch Modellunsicherheiten unterliegt, ist das Szenario eines „Märzwinters“ nach dem 15. März aufgrund des bestätigten Major Warmings meteorologisch plausibel. Ein stabiler Frühlingsdurchbruch ist vorerst nicht zu erwarten.


Quellen