Kaiserslautern: 12.000 Menschen versuchen Geldregen zu fangen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Artikelstatus: Fertig 22:56, 26. Jan. 2007 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Kaiserslautern (Deutschland), 26.01.2007 – 75.000 Euro ließ ein 49-Jähriger LKW-Fahrer heute über dem Stiftsplatz in Kaiserslautern regnen. Der Kraftfahrer aus St. Sebastian hatte zuvor an einem Gewinnspiel des ludwigshafener Privat-Radio-Senders „RPR 1“ teilgenommen und mit seiner Idee, 100.000 Euro aus dem Mainzer Rathausfenster zu werfen, gewonnen. Über 10.000 Menschen nahmen an diesem Gewinnspiel teil. Sie wollten unter anderem in einer Kläranlage schwimmen oder sich alle Zähne ziehen lassen. Die Stadtverwaltung von Mainz erteilte jedoch eine Absage, da das Rathaus eine Klimaanlage besitzt und die Fenster deshalb nicht geöffnet werden könnten. Außerdem habe die Stadt angesichts der schwachen Finanzlage keine Erfahrung damit, Geld aus dem Fenster zu werfen. Der Sender suchte deshalb zunächst nach einer anderen Gemeinde für dieses Event. Zahlreiche Orte erklärten sich gegenüber dem Sender bereit, ihr Rathaus zur Verfügung zu stellen, jedoch ging der Zuschlag an Kaiserslautern. Dessen Bürgermeister Bernhard Deubig bot den Stiftsplatz, welcher während der WM auch als Public-Viewing-Platz diente, als Veranstaltungsort an.

Insgesamt 12.000 Menschen besuchten heute den Stiftsplatz, um die 75.000 Euro in Fünf-Euro-Scheinen zu fangen. In der Spitze gegen 10:00 Uhr waren 4.000 Menschen anwesend, ansonsten schwankte der Zahl zwischen 1.000 und 2.500. Zwischen 10 und 15 Uhr wurde eine Straße abgesperrt, um einen Rückstau der Parkplatzsuchenden aufzulösen.

Entgegen den Erwartungen kamen nur wenige Schüler zur Veranstaltung, die heute aufgrund der Zeugnisausgabe früher Schulschluss hatten. Insgesamt verlief die Veranstaltung friedlich und ohne größere Zwischenfälle. Für die Sicherheit sorgten die Bereitschaftspolizei, die Feuerwehr, der Arbeiter Samariter Bund, der Malteser Hilfsdienst, das Deutsche Rote Kreuz sowie ein Sicherheitsunternehmen.

Themenverwandte Artikel

Quellen