Gaza-Krise: Rotes Kreuz mahnt die Notwendigkeit einer klaren Trennung von zivilen und militärischen Zielen an

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Veröffentlicht: 22:00, 28. Dez. 2008 (CET)
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Emblem des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz

28.12.2008 – Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) äußerte seine Besorgnis über die humanitäre Situation im Gazastreifen nach den Bombardements durch die israelische Luftwaffe am Samstag und Sonntag. In einem Interview äußerte sich eine Repräsentantin der Hilfsorganisation im Gazastreifen, Marianne Robyn Whittington, zur Situation. Nach ihren Worten werden die vorhandenen Hospitäler mit der Flut an Verletzten durch die Luftangriffe kaum mehr fertig. Es fehle an medizinischer Ausrüstung und an Teilen, um die Generatoren für den Betrieb der Krankenhäuser am Laufen zu halten. Am Samstag versorgte das IKRK zwei Hospitäler mit medizinischen Materialien. Mitglieder des Palästinensischen Roten Halbmondes halfen in den Krankenhäusern bei der Versorgung der Patienten. Aufgrund der schwierigen Sicherheitslage sei es für die IKRK-Mitarbeiter schwierig, sich in der Region zu bewegen und sich einen Überblick über die humanitäre Lage zu verschaffen. Das IKRK appellierte an die kriegführenden Seiten, die international gültigen Menschenrechte zu achten; dazu gehöre eine strikte Trennung zwischen zivilen und militärisch genutzten Gebäuden und Einrichtungen. Das gelte auch für die Auswahl militärischer Ziele. Alle denkbaren Vorsichtsmaßnahmen müssten ergriffen werden, um zivile Opfer zu vermeiden. Das Rote Kreuz stehe in Kontakt mit den militärischen Führungen auf beiden Seiten. Insbesondere sei es notwendig, den Schutz von Krankenhäusern und Krankentransporten durch beide Seiten zu gewährleisten.

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Quellen