Gasanschläge in Ganderkesee: Tatverdächtiger durch DNA-Spur ermittelt

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Artikelstatus: Fertig 21:38, 3. Feb. 2007 (CET)
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Ganderkesee (Deutschland), 03.02.2007 – Entwarnung für die beiden niedersächsischen Gemeinden Ganderkesee und Hude in der Nähe von Delmenhorst: Der mutmaßliche Gasattentäter, der seit September vergangenen Jahres vier Anschläge auf Wohnhäuser der Region verübt haben soll und die Einwohner damit in Angst versetzte, konnte mit Hilfe einer DNA-Spur von der Polizei ermittelt werden. Bei den Anschlägen war es nur deshalb nicht zu Toten gekommen, weil der Geruch des ausströmenden Gases bisher stets rechtzeitig bemerkt worden war.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 51-jährigen Mann aus Lemwerder bei Bremen. Er wurde am vergangenen Freitag (26. Januar) nach langwierigen Ermittlungen einer Polizeisonderkommission in Rotenburg/Wümme festgenommen. Bereits am Vortag hatte die Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen den Mann Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Die DNA-Spur auf einer der verwendeten Propangasflaschen hatte deshalb zu einem Ermittlungserfolg geführt, weil von dem Mann bereits Genmaterial vorlag. Der Tatverdächtige war bereits wegen Eigentumsdelikten verurteilt worden.

Bisher schweigt der in Untersuchungshaft sitzende Tatverdächtige zu den Anschuldigungen. Die Polizei hat die Bevölkerung um Mithilfe bei den Ermittlungen gebeten. Da der Mann anscheinend viel mit dem Fahrrad unterwegs gewesen sei, würden Zeugen gesucht, die darüber Auskunft geben können, wann und wo das Fahrrad benutzt worden ist. Aufgrund entsprechender Aussagen will die Polizei ein Bewegungsbild des mutmaßlichen Täters erstellen.

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Quellen