Forschungsgruppe Wahlen sieht AfD bei 15 Prozent

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Veröffentlicht: 16:50, 19. Jan. 2016 (CET)
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Berlin (Deutschland), 19.01.2016 – Die Ereignisse zu Silvester in Köln haben auch Auswirkungen auf die Ergebnisse von Wahlumfragen. Für die bevorstehenden drei Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt wird ein erheblicher Stimmengewinn für die AfD vorhergesagt. Verlierer bei den Wahlen wird voraussichtlich die SPD sein. In Sachsen-Anhalt sagten 15 Prozent der Befragten bei dem Stimmungstest der Forschungsgruppe Wahlen, sie würden AfD wählen.

Bisher ist die AfD in fünf Landtagen mit insgesamt 42 Abgeordneten vertreten. In Bremen traten einige Abgeordnete zu der neugegründeten Allianz für Fortschritt und Aufbruch über, so dass die AfD dort ihren Fraktionsstatus verlor. In den drei Landtagen, die am 13. März neu gewählt werden, ist die AfD bisher nicht vertreten.

Malu Dreyer (SPD), die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin, hat angekündigt, sie werde einer Einladung des SWR zu einer Vorstellungsrunde der Spitzenkandidaten nicht folgen, wenn die AfD daran teilnehme. Alexander Schweitzer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz, erklärte dazu: „Malu Dreyer wird nicht hingehen und ich werde sie nicht vertreten – dann bleibt der Stuhl halt leer.“

In Rheinland-Pfalz regiert die SPD in einer Koalition mit den GRÜNEN, hat aber nur einen Sitz mehr als die CDU. Bei der nächsten Landtagswahl werden die Karten möglichweise neu gemischt. Im Landtag Baden-Württemberg hat die CDU 60 Sitze, die SPD hat einen Sitz weniger als die GRÜNEN, nach den Prognosen könnte die SPD hier ein Drittel ihrer Wähler verlieren. In Sachsen-Anhalt hat die SPD zwei Sitze weniger als die LINKE, beide würden nach den Umfragen Wähler verlieren.


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