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Ex-FBI-Direktor Robert Mueller ist tot

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Ex-FBI-Direktor Robert Mueller ist tot
Mueller war auch Sondermittler in der Russland-Affäre


Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 24.03.2026 Der ehemalige Direktor des Federal Bureau of Investigation starb im Alter von 81 Jahren.

„Mit tiefer Trauer teilen wir die Nachricht, dass Bob am Freitagabend verstorben ist“, gab die Familie des Verstorbenen der Nachrichtenagentur Associated Press am Samstag, dem 21. März bekannt. Mueller war 2021 an Parkinson erkrankt, doch machte dies die Familie Muellers erst im August 2025 öffentlich, als sich der frühere FBI-Direktor aus seiner Rechtsanwaltskanzlei und von seinen Lehraufträgen zurückzog.

Der den Republikanern nahestehende Mueller leitete das FBI 2001 bis 2013 während der Amtszeit von George W. Bush und in der ersten Amtszeit von Barack Obama. Mueller führte 2017 bis 2019 die Ermittlungen in der sogenannten Russlandaffäre. Damit sollte festgestellt werden, ob der Wahlsieg von Donald J. Trump Trumps gegen Hillary Clinton durch Absprachen zwischen Trump und der russischen Regierung begünstigt wurde. Mueller kam zu dem Ergebnis, dass Russland zu Trumps Vorteil in den Wahlkampf 2016 eingegriffen hatte und mehrere Treffen zwischen Personen aus Trumps Team und russischen Stellen stattfanden, konnte jedoch keine Beweise für eine Verschwörung oder illegale Geheimabsprachen finden. Mueller wollte jedoch nicht ausschließen, dass Trump persönlich die Ermittlungen behindert hat. „Wenn wir nach gründlicher Untersuchung der Fakten sicher wären, dass der Präsident keine Behinderung der Justiz begangen hat, würden wir das so feststellen. Wir sind nicht in der Lage, dieses Urteil zu fällen. Dementsprechend kommt dieser Bericht zwar nicht zu dem Schluss, dass der Präsident ein Verbrechen begangen hat, er entlastet ihn aber auch nicht“, wurde Mueller seinerzeit vom Magazin „Politico“ zitiert.

Als Resultat der Untersuchung Muellers wurden 34 Personen angeklagt, darunter mehrere Personen aus Trumps Umfeld sowie russische Geheimdienstmitarbeiter, sein damaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort und sein Berater Roger Stone. Letztere wurden von Trump in seiner ersten Amtszeit begnadigt. Trump bezeichnete die Untersuchungen gegen sich als Hexenjagd.

US-Präsident Trump zeigte in seiner Reaktion auf die Nachricht vom Tode Muellers Genugtuung. „Gut, ich bin froh, dass er ⁠tot ⁠ist“, teilt Trump auf Truth Social mit. „Er kann unschuldigen Menschen keinen Schaden mehr zufügen.“

Der frühere Präsident Barack Obama und dessen Frau Michelle würdigten Muellers Lebenswerk und übermittelten der Familie des Verstorbenen ihr Beileid. Obama nannte Mueller einen der besten Direktoren, die das FBI je hatte. Er habe das FBI nach den Anschlägen vom 9. September 2001 umgeformt und sei stets dem Gesetz und den grundlegenden Werten verpflichtet gewesen, was ihn zu einem der angesehensten Staatsdiener unserer Zeit gemacht habe, so Obama auf X.

Mueller begann seine Jahrzehntelange Karriere im Staatsdienst mit einem vierjährigen Einsatz als Marineinfanterist im Vietnamkrieg, wofür er mit einem Bronze Star und einem Purple Heart ausgezeichnet wurde. Der damalige US-Präsident Georgo W. Bush nominierte Mueller 2001 mit den Worten: „Agenten des Büros schätzen drei Tugenden über alles: Treue, Mut und Integrität. Dieser neue Direktor ist ein Mann, der sie alle verkörpert.“ Barack Obama hatte 2011 Muellers Amtszeit verlängert und gesagt, Mueller habe „den Goldstandard für die Führung des Bureaus [of Investigation] gesetzt.“ Mueller leitete das FBI länger als jeder anderer außer J. Edgar Hoover. (Matthiasb)

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Quellen

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  • spiegel.de: „Ex-FBI-Direktor Robert Mueller gestorben – Trump freut sich über dessen Tod“ (22.03.2026)
  • x.com: „Obama (ohne Titel)“ (21.03.2026)