Ethisch-moralisch zweifelhafte Hirnforschung aufgedeckt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tools clipart.png Im Entstehen
Dieser Artikel wird gerade gemeinschaftlich erstellt. Beteilige dich und beachte die Artikeldiskussionsseite.

Hilf mit, diesen Artikel zu erarbeiten! Du kannst: Inhaltlich erweiternKategorisieren – Themenverwandte Artikel/Portale verlinken – Formate prüfen – Rechtschreibung prüfen


Wenn dieser Artikel fertig ist und es schon seit mehr als zwei Stunden keine größeren inhaltlichen Änderungen gab, kann er veröffentlicht werden.

Röntgenbild nach der Pneumoenzephalografie

Schwalmstadt (Deutschland), 30.04.2018 – Der Gehirnforscher Willi Enke führte in 1950er und 1960er Jahren im hessischen Hephata Kinder- und Jugendheim ethisch-moralisch zweifelhafte Hirnforschung an Heimkindern durch. Es entstanden Folgeschäden bei den ehemaligen Betroffenen, weil Enke ihnen mittels Spritze über das Rückenmark die Hirnflüssigkeit aus dem Kopf abgelassen und den Schädelraum mit Luft gefüllt haben soll. Die Pneumoenzephalografie ist eine sehr schmerzhafte Untersuchung, der die wehrlosen, schwer erziehbaren Kinder in großem Umfang ausgesetzt waren. Anschließend habe er deren Gehirne geröntgt, weil er belegen wollte, dass Gehirnschäden die Ursache für Verhaltensauffälligkeiten sind. Er verfügte auch über eine Kontrollgruppe von Sprechstundenkindern, an denen er sich in gleicher Weise verging. Das Landesmagazin de Facto des Hessischen Rundfunks berichtete über die Fälle von etwa hundert Betroffenen, die aus einem von den wissenden Ärzten zu bildenden Fond entschädigt werden sollten. Aufgedeckt wurde der Skandal durch die Filmemacherin Sonja Toepfer. Außerdem sollen Aufzeichnung in den Krankenakten fehlen. Grundsätzlich wird das Vorgehen mit den weit reichenden Freiräumen des Arztes erklärt. Der Gießener Medizinhistoriker Volker Roelcke sieht in dieser Hirnforschung eine Tradition des Nationalsozialismus.


Quellen[Bearbeiten]