EZB kauft Anleihen im Wert von 1,14 Billionen Euro

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Veröffentlicht: 12:34, 25. Jan. 2015 (CET)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 25.01.2015 – Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat angekündigt, dass die EZB ab März diesen Jahres für ca. 60 Milliarden Euro Anleihen auf dem Markt kaufen wird. Dieses Programm soll bis mindestens September 2016 fortgesetzt werden und einen Gesamtumfang von rund 1,14 Billionen Euro haben. Das Geld, welches im Rahmen der so genannten Quantitativen Lockerung (QE) oder auch ultra-lockeren Geldpolitik benötigt wird, erschafft die EZB mit Hilfe von Zentralbankgeld. Als alleinige Hauptnotenbank der Eurozone hat sie das Recht, so genanntes Zentralbankgeld zu erschaffen und damit am Finanzmarkt regulierend einzugreifen.

Ziel dieser Maßnahme ist, dass sich die Inflationsrate in der Währungsunion an den Zielwert von 2 Prozent annähert. Die EZB ist durch den Vertrag von Maastricht dazu gezwungen, alles zu tun, um den Euro stabil zu halten. Diese Stabilität ist laut dem EU-Vertrag von Maastricht bei einer Inflationsrate von 2 Prozent gegeben. Durch die größere Liquidität in der Eurozone soll der Bankensektor insgesamt über mehr finanzielle Mittel verfügen und diese in Form von Krediten an Unternehmen und Verbraucher weitergeben, anstatt sie in Anleihen von Staaten und Unternehmen zu stecken.

Als Reaktion auf den Schritt der EZB sind global die Börsenkurse gestiegen, an den wichtigsten Börsen in Westeuropa im Schnitt über 1,5 Prozent. Auch der Euro hat sich auf den Währungsbörsen bewegt, allerdings teilweise deutlich nach unten – im Vergleich zu den Leitwährungen weltweit im Schnitt um -2 Prozent. Durch die Abschwächung des Euros erwarten führende Ökonomen einen kleinen Konjunkturschub für den Exportbereich in der Eurozone, da Waren aus Euroland günstiger werden.


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