Die Tricks im Internet - neue Masche aufgedeckt, um an Geld zu kommen

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Veröffentlicht: 18:36, 27. Sep. 2017 (CEST)
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Bild aus einer Aufklärungskampagne der Federal Trade Commission in den USA

Rom (Italien), 26.09.2017 – Um an Geld zu kommen, haben findige Betrüger eine neue Masche mit Hilfe der sozialen Medien entdeckt. Viele E-Mail-Adressen sind öffentlich sichtbar, insbesondere wenn Personen aus beruflichen und anderen Gründen bekannt sind. Es genügt, die einschlägigen Portale wie Facebook, XING, Twitter, Instagram und LinkedIn zu durchsuchen, um die Querverbindungen zwischen bestehenden Kontakten herauszufinden. So lässt sich über Facebook auch erkennen, wer oft ins Ausland reist. Bei Ebay können Geschäftsbeziehungen beobachtet werden. Auf diesem Wege lassen sich eine Vielzahl von Personen ermitteln, die entsprechend zahlungskräftig sind. Und plötzlich bekommt jemand eine E-Mail von einem Freund, der sich angeblich im Italien-Urlaub befindet und gerade in finanzieller Not ist. Es wird um Beträge von 500, 1.000 oder 2.000 Euro gebeten, die auf ein Konto beispielsweise in Bulgarien überwiesen werden sollen. Als Lockmittel wird versprochen, innerhalb weniger Tage das Geld mit 10% Aufschlag zurückzuzahlen, und viele Empfänger fallen darauf herein. Spätestens bei der Rückfrage auf anderen Wegen - etwa mit einem Telefonanruf bei der Person - stellt sich heraus, dass eine andere, gefälschte E-Mail-Adresse von unbekannten Absendern angegeben wurde. Wenn dann schon Geld überwiesen wurde, so ist dies oft verloren, weil eine Rücküberweisung in der Regel nur möglich ist, wenn das Konto eine entsprechende Deckung hat.

Prinzipiell ist die Methode nicht neu. Der Fachbegriff dafür lautet Phishing. Einige Internetportale haben zwar Sicherheitsmaßnahmen eingebaut, doch werden diese noch nicht flächendeckend genutzt. So gibt es die Möglichkeit, die private E-Mail-Adresse zu verbergen, den Zugriff auf ein bestimmtes Endgerät zu beschränken, im Falle eines Diebstahls dieses auch zu sperren, die Telefonnummer und die Kontakte von persönlich bekannten Menschen als Sicherheit zu hinterlegen. Einige Provider sperren vorsorglich bestimmte Bereiche von verdächtigen E-Mail-Adressen, die von den Absendern für Betrugszwecke benutzt werden, wobei im schlimmsten Fall ganze Staaten davon betroffen sein können. So landen zwar viele Pishing-Mails irgendwann im Spam-Filter, einen absoluten Schutz vor betrügerischen E-Mails gibt es aber nicht.


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Quellen[Bearbeiten]