15 Jahre Haftstrafe für den des Mordes an seiner Frau schuldig gesprochenen Hans Reiser

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Veröffentlicht: 21:20, 2. Sep. 2008 (CEST)
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02.09.2008 – Bereits im April 2008 wurde der Entwickler des Reiser File System und Besitzer der Firma Namesys Hans Reiser für den Mord an seiner Frau schuldig gesprochen. Da ihm eine Verurteilung für ein „First-Degree-Murder“ drohte, führte er die Polizei daraufhin zum Ort der Leiche seiner Frau Nina Reiser. Das Gericht verurteilte ihn daraufhin für „Second-Degree-Murder“, was in Deutschland am ehesten dem „Totschlag“ ähnelt.

Ein Scheidungsstreit war im Gange und Reiser strangulierte seine Frau offenbar während eines Streits. Nach der Tat leugnete er lange Zeit und behauptete, seine Frau habe sich mitten im Scheidungsstreit auf den Weg in ihre Heimat nach Russland gemacht, obwohl sie zwei gemeinsame Kinder mit Reiser hat.

Laut dem US-Magazin Wired nutzte er vor der Verkündung des Urteils seine Gelegenheit auf ein letztes Wort. Dabei entschuldigte er sich „in bescheidener Weise“ bei der Gesellschaft für seine Tat. Er bat die Mutter seiner Frau außerdem um Verzeihung dafür, dass er ihr die Tochter „geraubt“ habe, er hoffe, vom Gefängnis aus weiter als Programmierer arbeiten zu können, um seinen Kindern ein etwas angenehmeres Leben zu ermöglichen. Seine Kinder erhalten außerdem einen Treuhandfond, über den ihnen Reisers Firma Namesys und das ReiserFS übergeben werden. Er sitzt seit 2006 in Untersuchungshaft, so dass er frühestens ab 2021 auf eine frühzeitige Haftentlassung auf Bewährung hoffen kann.

Quellen