Mehrere Tote bei Verkehrsunfällen auf der Bundesautobahn 5

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Veröffentlicht: 10:21, 4. Jun. 2013 (CEST)
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Blick auf die Autobahn 5 beim Dreieck Karlsruhe in Richtung Norden.

Karlsruhe / Bruchsal / Kronau (Deutschland), 04.06.2013 – Am Montag sind bei zwei Verkehrsunfällen auf der Bundesautobahn 5 bei Karlsruhe insgesamt sechs Menschen ums Leben gekommen. Bereits am Montagmorgen kurz vor 8.00 Uhr ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der Fahrbahn in Richtung Süden in Höhe Büchenau bei Bruchsal. Es kam zu einer Vollsperrung und stundenlangen Behinderungen. An einem Stauende bei Kronau hat sich ein weiterer Auffahrunfall ereignet, bei dem ein weiterer Lkw-Fahrer ums Leben gekommen ist. Insgesamt waren acht Lastwagen in die beiden Auffahrunfällen verwickelt.

Nach ersten Erkenntnissen war der langanhaltende Regen der Ausgangspunkt. Dadurch war ein Stück Böschung auf die Fahrbahn am Dreieck Karlsruhe gerutscht. Für die Aufräumarbeiten musste die Polizei die Fahrbahn verengen. In der Folge bildete sich ein zwölf Kilometer langer Stau, an dessen Ende ein mit Dämmmaterial beladener Lastwagen aus noch ungeklärter Ursache auf einen unbeladenen kleineren Fahrzeugtransporter mit Anhänger auffuhr. Der Lastwagen kippte ihn samt seinen Aufhänger um und schob ihn auf drei weitere Lastwagen. Daraufhin fingen der Kleintransporter sowie die drei Lastwagen sofort Feuer. Unfallhelfer und zahlreiche hinzugeeilte Feuerwehren konnten das Ausbrennen nicht verhindern.

Laut der Polizei handelt es sich bei den Toten um Insassen des Kleintransporters, die in ihrem Fahrzeug verbrannten und erst einige Stunden nach dem Unglück geborgen werden konnten. Zunächst wurde von zwei Toten berichtet. Am frühen Nachmittag gegen 16.00 Uhr wurde die Zahl der Todesopfer auf vier erhöht. Bei der Bergung des völlig ausgebrannten Fahrzeugwracks wurde ein fünftes Todesopfer gefunden. Die Toten konnten noch nicht identifiziert werden. Vermutlich stammen sie aus Litauen, so die Polizei. Die Insassen der anderen beteiligten Fahrzeuge, darunter der 31 Jahre alte Lastwagenfahrer, der mit seinem Fahrzeug auf den Kleinlastwagen aufgefahren ist, kamen mit dem Schrecken davon. Die genaue Ursache, weshalb er aufgefahren ist, konnte noch nicht ermittelt werden. Hierzu stehen noch umfangreiche Zeugenbefragungen und kriminaltechnische Erhebungen aus. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat darüber hinaus einen Sachverständigen in ihre Ermittlungen einbezogen, teilte die Polizei weiter mit.

Die Autobahn wurde für zwei Stunden in beide Richtungen komplett gesperrt, da durch den Zusammenprall Fahrzeugteile auf die Gegenfahrbahn geschleudert worden waren und dort einen weiteren Unfall mit Sachschaden verursacht hatten. Es kam schnell zu einer massiven Staubildung mit starker Belastung der Nebenstrecken im morgendlichen Berufsverkehr. Nach knapp zwei Stunden konnte gegen 9.30 Uhr der Verkehr zumindest auf der Fahrbahn in Richtung Norden wieder freigegeben werden. Der Verkehr in Richtung Süden wurde an der Anschlussstelle Bruchsal von der Autobahn abgeleitet. Es bildete sich ein Stau von zeitweise bis zu einer Länge von 23 Kilometern. Nachdem die Unfallstelle geräumt worden war, wurde die Strecke freigegeben. Jedoch hat sich am Stauende ein zweiter Auffahrunfall ereignet, bei dem der 44 Jahre alte, aus Rumänien stammende, mutmaßliche Unfallverursacher eingeklemmt wurde und seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Der holländische Fahrer des Lastwagens, den er gerammt hatte, wurde schwer verletzt. Die anderen Unfallbeteiligten kamen mit dem Schrecken davon. Zwischen dem Kreuz Walldorf und der Anschlussstelle Kronau kam es aufgrund von Aufräumarbeiten zu mehreren kurzfristigen Sperrungen, die zu Verkehrsbehinderungen führten.

Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Bruchsal, Karlsdorf-Neuthard, Weingarten, Kirrlach, Ettlingen und der Karlsruher Berufsfeuerwehr zur Brandbekämpfung vor Ort. Darüber hinaus waren 18 Angehörige der Rettungsdienste sowie zwei Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Höhe des Gesamtschadens wird auf mehrere 100.000 Euro geschätzt.

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Quellen[Bearbeiten]