Landesparteitag der Linken: Lafontaine möchte saarländischer Ministerpräsident werden

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 13:49, 19. Apr. 2009 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.
Oskar Lafontaine

Saarbrücken (Deutschland), 19.04.2009 – Auf dem Landesparteitag in Saarbrücken haben die Mitglieder der Linkspartei Oskar Lafontaine mit großer Mehrheit zum Spitzenkandidaten für die anstehende saarländische Landtagswahl bestimmt. 93,9 Prozent stimmten dafür, ihn auf Platz 1 der Liste zu setzen. Damit ist Lafontaine nun Doppelspitzenkandidat, einerseits bei den kommenden Landtagswahlen am 30. August 2009, andererseits aber auch bei den diesjährigen Bundestagswahlen.

Auf dem Parteitag kündigte Oskar Lafontaine an, wieder saarländischer Ministerpräsident werden zu wollen. Das Amt hatte er bereits in der Zeit von 1985 bis 1998 inne.

Der neu gewählte Spitzenkandidat der Linkspartei im Saarland forderte die saarländische SPD auf, mit seiner Partei ein Bündnis einzugehen. Die saarländische SPD ist zwar prinzipiell zu einer Zusammenarbeit mit den Linken auf Landesebene bereit, hat es aber abgelehnt, Lafontaine zum Ministerpräsidenten zu wählen. Sie wollten nicht den Juniorpartner innerhalb einer Koalition bilden.

Umfragen zufolge käme die Union im Saarland derzeit auf etwa 38 Prozent der Stimmen, die Linken erhielten 22 Prozent und die SPD 23 Prozent. Bei einer Koalition von SPD und Linken würde der seit 1999 alleinregierende Ministerpräsident Peter Müller nicht mehr weiterregieren können.

Quellen