Im Golf von Mexiko darf wieder gebohrt werden

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Veröffentlicht: 17:14, 4. Jan. 2011 (CET)
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Die brennende Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ im April 2010

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 04.01.2011 – 13 Unternehmen, die vor der US-Küste im Golf von Mexiko wieder nach Öl bohren wollen, erhielten von der US-Regierung am Montag grünes Licht für neue Tiefseebohrungen.

Wegen der Explosion der BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im April waren alle Bohrungen im Golf gestoppt worden. Durch die Zerstörung der Bohrinsel waren 87 Tage lang rund 780 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko geflossen. Die nach der Ölkatastrophe erlassenen Sicherheitsvorschriften werden nun gelockert. Ölförderprojekte, die bereits vor der Katastrophe auf der „Deepwater Horizon“ betrieben worden waren, müssen nicht erneut ihre Umweltverträglichkeit nachweisen. Allerdings müssen die verschärften Umweltauflagen eingehalten werden. Das teilte das US-Innenministerium am Montag mit.

Die US-Regierung hatte den generellen Bohrstopp bereits im Oktober aufgehoben. Bisher waren jedoch Bohrungen in einer Tiefe von über 150 Metern untersagt gewesen.

Vertreter der Ölindustrie und einige republikanische Kongressabgeordnete hatten die Regierung massiv unter Druck gesetzt, die Ölbohrungen in der Tiefsee wieder zuzulassen. Die großen Ölfirmen wie Chevron oder Shell argumentierten, sie hätten Milliarden Dollar in das Equipment für die Ölbohrungen investiert. Außerdem seien Arbeitsplätze gefährdet.

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Quellen