Frankreich will 15.000 Roma zur Rückkehr in ihre Heimatländer bewegen

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Veröffentlicht: 17:21, 14. Sep. 2012 (CEST)
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Datei:A gipsy woman outside of a church - Rome.JPG
Romafrau bettelt vor einer Kirche

Paris (Frankreich), 14.09.2012 – Frankreich verfolgt eine Politik, durch die etwa 15.000 Roma, die zumeist aus Rumänien und Bulgarien kommen, zur Rückkehr in ihre Heimatländer bewegt werden sollen.

In den letzten Wochen häufen sich in Frankreich Räumungen von Romalagern. Als Grund wurden unter anderem die an den Örtlichkeiten herrschenden unhygienischen Bedingungen genannt. Jetzt kam es erneut zu einer Räumung durch die Behörden. Im Lager Sucy-en-Brie südöstlich von Lyon wurden 800 Roma aus ihren Unterkünften vertrieben. Die Räumung wurde von einem Gericht angeordnet, der Platz würde für den Bau einer Autobahn gebraucht. Die Anzahl der Bewohner war durch die Auflösung anderer Unterkünfte von Roma angestiegen. Asylsuchenden waren von den Behörden Ersatzunterkünfte angeboten worden. Die Aktion verlief friedlich.

Seit 1972 gibt es in Frankreich eine juristische Kategorie für Personen, die nomadisch leben. Sie werden gemäß dem Dekret Nr. 72-186 unter dem Begriff „Fahrendes Volk“ („gens du voyage“) zusammengefasst. Die Zahl dieser in Frankreich nomadisch lebenden Personen wird auf etwa 400.000 geschätzt, die meisten davon haben die französische Staatsbürgerschaft.

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Quellen[Bearbeiten]