Deutsche Tourenwagenmeisterschaft 2008: Bernd Schneider gewinnt im Regen auf dem Nürburgring

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Veröffentlicht: 23:22, 30. Jul. 2008 (CEST)
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Bernd Schneider ist der Sieger vom Nürburgring

Nürburg (Gemeinde) (Deutschland), 30.07.2008 – Vom Freitag, den 25. Juli bis Sonntag, den 27. Juli fuhren die Fahrer der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) auf dem Nürburgring ihren siebenten Saisonlauf aus.

Die Audi-Fahrer konnten vom erfolgreichen Wochenende in Zandvoort vor zwei Wochen zum ersten Test am Nürburgring an knüpften. Nach dem ersten Test lagen drei Audi-Fahrer wie Tom Kristensen, Timo Scheider und Mattias Ekström vorne. Dann kamen drei Fahrer von Mercedes. Jamie Green konnte sich in aller letzter Sekunde auf Platz vier schieben und führt damit das Mercedes-Trio an. Auf den Plätzen fünf und sechs kamen Paul di Resta, Bruno Spengler und bester Jahreswagen-Fahrer war Markus Winkelhock mit Platz sieben. Christijan Albers holte sich mit seinem 2006er Audi den achten Platz. Martin Tomczyk wurde am Ende des ersten Tests neunter und wurde von seinen Markenkollegen Mike Rockenfeller und Oliver Jarvis gefolgt. Außerhalb der Top 10 landete auf Platz zwölf der fünffache Meister Bernd Schneider. Schnellster Jahreswagen-Fahrer von Mercedes war Gary Paffett, wurde auf Platz 14. Auf Platz 16. landete Ralf Schumacher. Beim zweiten Test konnte Bruno Spengler mit einer Zeit 1:24.876 die schnellste Runde fahren. Spengler konnte den Audi-Fahrer Timo Scheider hinter sich lassen. Auf Platz drei kam Paul di Resta und vier wurde der Schwede Mattias Ekström. Jamie Green beendete den zweiten Test mit Platz fünf, drei Minuten vor Schluss erreichte Ralf Schumacher überraschend Platz sechs und war damit bester Jareswagenfahrer. Platz sieben und acht erreichten Martin Tomczyk und Tom Kristenen. Bester Audi-Jahreswagen-Fahrer war auf Platz neun Alexandre Prémat. Bernd Schneider kam nur auf den 11. Platz. Tom Kristensen war mit einer Zeit 1:24.176 Minuten schnellster beim dritten und letzten Test am Samstagmorgen. Nach den Dänen Kristensen folgten drei Mercedes-Fahrer, den zweiten Platz holte sich Bruno Spengler vor den dritt platzierten Bernd Schneider und damit schaffte Schneider in letzten Runde den Sprung in die Spitze. Jamie Green hatte lang das Feld angeführt und wurde am Ende vierter. Martin Tomczyk und Timo Scheider wurden fünfter und sechster. Bester Jahreswagen-Fahrer wurde auf Platz sieben Mike Rockenfeller. Rockenfeller konnte lang mit der Spitze mit halten. Platz acht belegte der Sieger von Zandvoort Mattias Ekström. Eine gute Leistung zeigte Christijan Albers und beendete den dritten Test mit Platz neun vor Paul di Resta. Ralf Schumacher war mit der elften Position zufrieden. Maro Engel platzierte sich zwei Plätze hinter seinem Teamkollegen Schumacher und vier vor Gary Paffett.

Der Däne Tom Kristensen konnte das Qualifying im starken Regen vor Mike Rockenfeller, Martin Tomczyk und Gary Paffett gewinnen. Die Qualifying Runde 2 musste wegen starken Regen zweieinhalb Minuten vor Ende abgebrochen werden und dann wurde sie endgültig abgebrochen. Die Rennleitung hatte sich lange darüber betraten. Für die Startaufstellung wurde die Wertung von Qualifying Runde 1 genommen.

Bruno Spengler hatte zwar Pech im Qualifying aber im Warum up sicherte mit einer Zeit 1:24.624 Minuten die schnellste Rundenzeit. Jamie Green folgte Spengler sehr dicht. Bester Audi-Fahrer war Platz vier Mattias Ekström vor dem Pole-Sitter Tom Kristensen. Ralf Schumacher machte wieder einen guten Job und belgte Platz fünf war damit bester Jahreswagenfahrer. Den Nürburgring liegt dem ehemaligen Formel 1-Fahrer.

Von der Startaufstellung bis zum Ziel hatte das Rennen viel zu bieten. Das ganze Rennen hatte es geregnet. Am Start konnte sich Mike Rockenfeller in Führung bringen aber die dauerte nicht lange an, dann mussten die Audi-Fahrer die Mercedes-Fahrer ziehen lassen. An Rockenfeller zog sich Gary Paffet an die Spitze vorbei und dann folgten auch Paul di Resta, Bernd Schneider, Jamie Green, Ralf Schumacher, Bruno Spengler und Susie Stoddart. Sieben Fahrer von Mercedes lagen nach zwei Runden auf den ersten sieben Plätzen. Rockenfeller baute einen Dreher und fiel zurück ans Ende des Feldes. Audi-Fahrer versuchten das Feld von hinten wieder nach vorne zu arbeiten kämpften die Mercedes-Fahrer um die Spitze mit. In der achten Runde überholte Paul di Resta im Neuwagen Paffet und auf Platz drei machte Schneider viel Druck. Zu diesem Zeitpunkt waren Ekström und Scheider wieder die ersten in den Punkträngen. In der 21. Runde kam der in Führung liegende Paul di Resta an Box. Dort gab es ein Problem vorne links, das ein bisschen Zeit kostete und somit übernahm Bernd Schneider zwischenzeitlich auf Rang zwei verbessert hatte, kampflos die Führung. Als Schneider zu seinem zweiten Boxstopp kam fiel er auf Platz drei zurück hinter Paul di Resta und Jamie Green, doch die mussten noch einmal Tanken und so schob sich Schneider an ihn vorbei. 16 Runden vor dem Ende war es noch mal spannend im Rennen und es fing wieder an zu Regen. Schneider wählt das Risiko und seine HWA-Crew erkundigten sich bei ihn ob es auf Slicks geht. Ja, antwortete er und fuhr aber trotzdem weiter. Sechs Runden vor Schluss gingen di Resta, Albers, Winkelhock und Schumacher an die Box und wechselten auf Regenreifen. Bernd Schneider gewinnt seinen ersten Saisonsieg vor Paul di Resta, Jamie Green und Gary Paffett im Mercedes-Jahreswagen. Bester Audi-Pilot wurde Timo Scheider als fünfter und damit auch die Gesamtführung verteidigte.

Quellen