
Sowohl der erste Parlamentarische Geschäftsführer der grünen Bundestagsfraktion Volker Beck als auch der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) stellten eine Strafanzeige gegen den Dancehall-Musiker Bounty Killer, der mit bürgerlichen Namen Rodney Basil Price heißt. Anlass waren dessen angekündigte Auftritte in München, Essen und Berlin. Der Sänger ruft in einigen seiner Lieder dazu auf – so der Vorwurf –, schwule Männer zu verbrennen oder zu ertränken.
Zudem wurde die Bundesregierung vom LSVD aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dem Jamaikaner die Einreise nach Deutschland zu verweigern.
„Wir möchten Sie dringend auffordern, dafür Sorge zu tragen, dass die genannten menschenverachtenden Lieder nicht zur Aufführung kommen und dass der Interpret auf der Bühne keine Aussagen macht, die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen“, heißt es in dem LSVD-Schreiben an Staatsanwaltschaft, Polizei und Veranstalter. Ebenso plädierte auch Volker Beck dafür, Rodney Price kein Einreisevisum zu erteilen.
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Dienstag, 9. Februar 2010
- In Sri Lanka kommt es zwei Wochen nach der Präsidentschaftswahl zu einem Machtkampf zwischen dem neugewählten Präsidenten Mahinda Rajapakse und dem unterlegenen oppositionellen Präsidentschaftskandidaten Sarath Fonseka. Präsident Rajapakse überstellte Fonseka einem Militärgericht. Ihm wird vorgeworfen, eine Verschwörung geplant zu haben.
- Das Bundesverfassungsgericht der Bundesrepublik Deutschland in Karlsruhe hat gesprochen: Die Berechnung der Regelsätze für die Gewährung von Leistungen nach dem so genannten Hartz-IV-Gesetz steht nicht im Einklang mit der Verfassung.
- Am kommenden Freitag, 12. Februar, wird im Rahmen der Berlinale die Weltpremiere der restaurierten Fassung von Fritz Langs Science-Fiction-Filmes „Metropolis“ stattfinden.
Montag, 8. Februar 2010
- Nachdem der baden-württembergische FDP-Justizminister Ulrich Goll Einspruch gegen den Kauf eines dem Finanzministerium angebotenen Datenträgers mit Daten von Steuerhinterziehern erhoben hatte, vertagte das Kabinett eine geplante außerordentliche Sitzung. Die Landesregierung von Baden-Württemberg erklärte, man wolle den Ankauf der Daten zunächst noch einer juristischen Prüfung unterziehen.
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- Nach Auszählung von über 40 Prozent der Stimmen für die Präsidentschaftswahl, die am vergangenen Sonntag stattfand, liegt die Kandidatin für das Präsidentenamt, Laura Chinchilla, 47 Prozent der Stimmen klar in Führung vor dem Kandidaten mit den zweitmeisten Stimmen, dem linken Politiker Ottón Solís, auf den bisher nur 25 Prozent der Stimmen entfielen.
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- Nach der Auszählung von über 98 Prozent der Stimmzettel bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine ist dem zweimaligen Premierminister Wiktor Janukowytsch der Wahlsieg nicht mehr zu nehmen. Janukowytsch liegt mit bisher 48,28 Prozent der Stimmen vor seiner politischen Gegnerin Julija Tymoschenko, die 45,9 Prozent der Stimmen erhielt.
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- Ein Blizzard hat den Verkehr an der Ostküste der Vereinigten Staaten in weiten Teilen vollkommen zum Erliegen gebracht. Eine Schneefallmenge von 80 Zentimeter wurde auf dem internationalen Flughafen von Washington registriert. Der Blizzard ist der zweite schwere Wintersturm an der Ostküste innerhalb weniger Wochen.
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- Am Montagmorgen (10:14 Uhr MEZ) hob das Space Shuttle „Endeavour“ planmäßig vom Kennedy-Raumfahrtzentrum in der Nähe von Cape Canaveral (Florida) zu einer 13-tägigen Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) ab. Die Mission STS-130 leitet zugleich das Ende des US-amerikanischen Shuttle-Programms ein. Noch vier weitere Shuttlestarts sind vorgesehen, bevor das Programm eingestellt wird.
Sonntag, 7. Februar 2010
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- Erstmals nach zehn Tagen hat wieder ein Schiff die Ostsee-Insel Hiddensee erreicht. Der Eisbrecher „Görmitz“ brachte den Bewohnern der vom Eis eingeschlossenen Insel Tonnen von Lebensmitteln und Heizöl. Am morgigen Montag wird das Schiff noch einmal nach Hiddensee fahren, um Versorgungsgüter zur Insel zu bringen.
- In dem Gaskraftwerk „Kleen Energy“ in der Nähe der Kleinstadt Middletown im US-Bundesstaat Connecticut ereignete sich am Sonntag gegen 11:30 Uhr (Ortszeit) eine heftige Explosion. CNN berichtet unter Berufung auf Polizeiangaben über wenigstens zwei Tote.
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- Zu einer Sondersitzung kam die FDP-Führung am Sonntagabend zusammen. Hintergrund ist das anhaltende Umfragetief der Partei. Seit der Bundestagswahl verlor die FDP laut Umfragen von Infratest dimap seit den Bundestagswahlen um 6,6 Prozent in der Wählergunst.
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- Der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad hat am Sonntag im staatlichen iranischen Fernsehen den Leiter der Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, aufgefordert, mit der Anreicherung von Uran auf 20 Prozent zu beginnen. Von Vertretern westlicher Staaten wurde die Entscheidung der iranischen Führung scharf kritisiert.
Samstag, 6. Februar 2010
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- Die Nachrichtenagentur „Deutscher Depeschendienst“ (ddp) fühlt sich gegenüber ihrem französischen Konkurrenten AFP benachteiligt. Der Vorwurf: Der französische Staat verschaffe AFP durch staatliche Subventionen einen Wettbewerbsvorteil.
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- Nachdem in den letzten Wochen immer klarer wurde, dass Griechenland am Rande eines Staatsbankrotts steht, gerät nun offenbar auch Portugal in den Sog von wachsender Staatsverschuldung und zunehmender Abhängigkeit vom Kapitalmarkt. Der Kapitalmarkt im Euro-Raum reagiert zunehmend nervös. Der Euro sank im Vergleich zum US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit Juli 2009.
Freitag, 5. Februar 2010
- Auch dem Finanzministerium von Baden-Württemberg wurden nun Daten von 2.000 potentiellen Steuerhinterziehern aus dem gesamten deutschen Bundesgebiet angeboten.
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- Die Vereinigten Staaten drohen dem Europäischen Parlament im Falle einer Ablehnung des Abkommens damit, zu versuchen, ihr Ziel am EU-Parlament vorbei durch bilaterale Verhandlungen mit den 27 Einzelstaaten der Europäischen Union erreichen zu wollen.
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- Kernkraftwerksbetreiber E.ON schaltete am Dienstag Block I seines Kernkraftwerks an der Isar im Landkreis Landshut (Isar/Ohu-1) für zehn Tage ab. Auslöser dieser Entscheidung ist ein undichtes Brennelement, aus dem Radioaktivität austritt und ins Reaktorwasser gelangt.
Donnerstag, 4. Februar 2010
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- Social Networks wie Facebook haben großen Zulauf. Im letzten Jahr verdreifachten sich innerhalb Deutschlands die Zugriffe auf das US-Netzwerk. Datenschützer weisen jetzt darauf hin, dass der Schutz der persönlichen Daten bei Facebook nicht gewährleistet ist.
- Auch im Kunstmarkt werden Weltrekorde erzielt. 65.001.250 Pfund Pfund (umgerechnet 74 Millionen Euro) für eine Bronzeskulptur – das ist Weltrekord. Damit erzielte die lebensgroße Figur des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti „L'Homme qui marche I“ (1961) den höchsten jemals erzielten Verkaufspreis für ein Kunstwerk bei einer Auktion.
- Wie die Washington Post heute berichtet, plant der Suchmaschinenbetreiber Google sich gegen Hackerattacken Hilfe beim US-Nachrichtendienst NSA (National Security Agency) zu holen. Sowohl Google als auch die NSA lehnten einen Kommentar zu dem Bericht ab.
Mittwoch, 3. Februar 2010
- Die Absatzzahlen für Toyota in den Vereinigten Staaten erlitten nach der Rückrufaktion des japanischen Autoherstellers einen dramatischen Einbruch. Im Januar sanken die Verkaufszahlen für Toyota um 8,7 Prozent.
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- Der Präsident des Iran, Mahmud Ahmadinedschad, kündigte in einer Rede am Dienstag im staatlichen Fernsehen die Bereitschaft seines Landes an, schwach angereichertes Uran im Ausland anreichern zu lassen. Damit griff er einen Vorschlag der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) auf.
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- Alle zwei bis drei Monate muss die Regierung Griechenlands nun der Europäischen Kommission Bericht erstatten. Bis 2012 muss das Land seine Neuverschuldung von gegenwärtig 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 2,8 Prozent absenken.
- Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich rund 22.000 Beschäftigte bei Bund und Kommunen am heutigen Mittwoch an Warnstreiks für eine bessere Bezahlung im öffentlichen Dienst. Bei den Tarifverhandlungen hatten die öffentlichen Arbeitgeber bisher kein eigenes Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft ver.di fordert fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt.
- Bei einem Drohnenangriff der US-Streitkräfte am Dienstag auf verschiedene Ziele in dem Dorf Dattakhel in Nord-Waziristan starben mindestens 29 Menschen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Sicherheitskräfte und einen örtlichen Geheimdienstmitarbeiter.
Dienstag, 2. Februar 2010
- Dem Verein des Turn-Erstligisten vom Turnteam Toyota Köln (TTT) droht das Aus, nachdem ihr Hauptsponsor, die Deutschlandvertretung des japanischen Autoherstellers Toyota, angekündigt hat, ihr Engagement bei dem Verein zu beenden.
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- Der deutsche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich für den Ankauf einer CompactDisc mit Daten von vermutlich 1.500 deutschen Steuerhinterziehern ausgesprochen, die deutschen Behörden zum Preis von 2,5 Millionen Euro von einem unbekannten Informanten angeboten worden ist. Die CD enthält offenbar Daten über deutsche Steuerzahler, die millionenschwere Guthaben vor deutschen Finanzämtern geheimhalten wollten und sie zu diesem Zweck steuerfrei auf Schweizer Konten deponiert haben.
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- Jürgen Trittin, einer der beiden Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Deutschen Bundestag, wurde am Montag wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Trittin hatte sich am 26. Januar wegen eines Herzinfarkts zur Untersuchung ins Krankenhaus begeben. Das teilte Fraktionssprecher Michael Schroeren mit.
- Nachdem am Wochenende zehn US-Bürger wegen des Verdachts auf Kindesentführung an der Grenze Haitis zur Dominikanischen Republik festgenommen worden waren, warnen haitianische Behörden vor der wachsenden Gefahr des Kinderhandels. Medien berichteten davon, dass zahlreiche Kinder aus dem Land verschwunden seien.
Montag, 1. Februar 2010
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- US-Präsident Barack Obama will die Atomkraft stärker fördern. Der Ausbau der Kernenergie soll einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im Kongress warb Obama für die Annahme eines Klimaschutzgesetzes mit den Worten: „Und das bedeutet den Bau einer neuen Generation sicherer und sauberer Atommeiler in diesem Land.“
- Die Etatplanung des US-Präsidenten Barack Obama für das Jahr 2011 sieht Ausgaben in Höhe von 3,8 Billionen US-Dollar vor. Dem stehen 120 Programme und Projekte gegenüber, für die kein Geld mehr da ist. Betroffen von den Sparplänen ist unter anderem das NASA-Programm für eine bemannte Mondlandung. Trotz der Sparpläne erreicht das Staatsdefizit der USA Schätzungen der Regierung zufolge eine neue Rekordmarke von 1,56 Billionen US-Dollar.
- Hundert Tage nach dem Amtsantritt einer Regierung wird üblicherweise eine erste Zwischenbilanz gezogen. Verschiedene Presseorgane gaben zur öffentlichen Bewertung der schwarz-gelben Regierung aus CDU/CSU und FDP Meinungsumfragen in Auftrag. Das Ergebnis ist insbesondere für den liberalen Koalitionspartner ernüchternd.
- Eine in Deutschland bundesweit organisierte Genossenschaft mit dem Namen „Energie in Bürgerhand“ will in den Kauf von Teilen des Energiekonzerns Thüga Aktiengesellschaft einsteigen. Damit soll die Idee einer ökologischen und zukunftsweisenden Energiewirtschaft verfolgt werden.
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- Der US-Automobilhersteller Tesla Motors, der sich vor allem durch die Vermarktung von Elektroautos einen Namen gemacht hat, plant im laufenden Jahr den Gang an die Börse. Das Unternehmen erwartet sich davon eine Aufstockung seines Kapitals in Höhe von rund 100 Millionen US-Dollar zur Finanzierung weiterer Investitionen in den Bau neuer Modelle.
Sonntag, 31. Januar 2010
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- Auf ihrem Gipfeltreffen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba wählten die Repräsentanten der Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union den Staatspräsidenten von Malawi, Bingu wa Mutharika, zu ihrem neuen Vorsitzenden.
- Seit dem ersten 1. Januar 2010 testete die ProSiebenSat.1-Gruppe ihre hochauflösenden Kanäle und seit gestern wurde dann die Verschlüsselung aktiviert, um heute wie angekündigt ihren Regelbetrieb aufnehmen zu können.
Samstag, 30. Januar 2010
- In der Kölner Lungengasse eröffnete am Freitag das Energieversorgungsunternehmen RheinEnergie eine „TankE“. An einer speziellen „Ladesäule“ können gleichzeitig zwei Fahrzeuge ihren Elektro-Akkumulator aufladen.
- Der bei einem Arbeitsunfall in der Uran-Anreicherungsanlage in Gronau einer erhöhten Strahlendosis ausgesetzte Arbeiter wurde am Freitag wieder aus dem Krankenhaus entlassen.
- Bei einem Glätteunfall zwischen Schopp und Schmalenberg verlor im Landkreis Südwestpfalz am späten Morgen des 29. Januar 2010 ein 26-jähriger Mann sein Leben.
Freitag, 29. Januar 2010
- Der Autor des Romans „The Catcher in the Rye“ (Der Fänger im Roggen) Jerome David Salinger starb am Mittwoch (27. Januar) im Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Cornish (Bundesstaat New Hampshire), wo er seit vielen Jahren zurückgezogen lebte.
- Nachdem der japanische Automobilhersteller Toyota bereits in den Vereinigten Staaten 2,3 Millionen Autos wegen eines technischen Defekts mit dem Gaspedal zurückgerufen hatte, ist nun aucn in Europa eine solche Rückrufaktion geplant. Japanische Medien schätzen die Zahl der in Europa betroffenen Fahrzeuge mit diesem Fehler auf zwei Millionen.
- Trotz einer positiven Geschäftsentwicklung plant der Siemenskonzern laut einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung „Struktur- und Kapazitätsanpassungen“ im industriellen Sektor. Insgesamt bedeutet das für Deutschland den Verlust von rund 2000 Arbeitsplätzen.
Donnerstag, 28. Januar 2010
- Zwei Männer, Mohammed Resa Ali Samani und Arasch Rahmani Pur (19), die im Oktober von einem iranischen Gericht zum Tod durch den Strang verurteilt worden waren, wurden heute als „Feinde Gottes“, so die offizielle iranische Sprachregelung laut der Nachrichtenagentur ISNA, hingerichtet. Sie sollen sich zum Sturz der iranischen Regierung verschworen haben.
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- Millionen Max-Schmeling-Fans haben seit Jahrzehnten darauf gewartet: Jetzt bekommt Deutschlands größte Box-Legende († 2005) endlich ein würdiges Denkmal. Bildhauer Carsten Eggers (52) aus Nottensdorf (schuf die Rudi-Carrell-Büste) verewigt Deutschlands einzigen Profi-Box-Weltmeister aller Klassen in Bronze.
Mittwoch, 27. Januar 2010
- Die Computerfirma mit dem angebissenen Apfel im Logo präsentierte heute in San Francisco ihr neuestes Zugpferd, das die Geldmaschine Apple zu neuen Rekordgewinnen ziehen soll. Wie von Marktbeobachtern erwartet, ist das neue Produkt ein Tablet-PC. In der Produktpalette des Elektronikkonzerns ist es irgendwo zwischen Laptop und iPhone angesiedelt und hört auf den Namen iPad.
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- Bei den Präsidentschaftswahlen in Sri Lanka am Dienstag wurde der amtierende Präsident, Mahinda Rajapaksa, in seinem Amt bestätigt. Nach dem amtlichen Endergebnis erhielt Rajapaksa 57,8 Prozent der abgegebenen Stimmen, während auf seinen Kontrahenten, den früheren Oberbefehlshaber Ex-General Sarath Fonseka 40 Prozent der Stimmen entfielen. Fonseka erkannte das Stimmenergebnis jedoch nicht an und warf der Regierung Betrug vor.
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- Die Internetsuchmaschine Google ist mit dem Logo zum Australia Day 2010 in die Kritik geraten. Der Siegervorschlag einer elfjährigen Schülerin im Wettbewerb „Google 4 Doodle“ wurde retuschiert.
- Am 21. Januar 2010 hat die Polizei die Wohnung eines heute 88-jährigen Mannes in Wachtberg im Rhein-Sieg-Kreis durchsucht. Dem Mann wird vorgeworfen, von Anfang 1942 bis Mitte 1943 im Vernichtungslager Bełżec (Polen) an der Tötung von mehr als 400.000 Juden mitgewirkt zu haben. Dabei soll er auch zehn Menschen selbst erschossen haben.
- Der mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk, der derzeit wegen Beihilfe zum Mord in 27.900 Fällen vor Gericht steht, steht im Verdacht, am 20. August 1947 einen Juden in der Boelke-Kaserne in Ulm ermordet zu haben.
- Die winterliche Kälte sorgte in den letzten Tagen in Europa für über 100 Tote. Besonders hart trifft die Kälte die Menschen in Osteuropa. Vor allem Obdachlose werden Opfer der Kälte. 15.000 Menschen haben in Rumänien keinen festen Wohnsitz. Elf Menschen starben hier innerhalb eines Tages an Unterkühlung. In Polen erfroren am letzten Sonntag elf Menschen. Insgesamt sind in Polen in diesem Winter bereits 220 Menschen wegen der Kälte gestorben.
Dienstag, 26. Januar 2010
- Bei einer internationalen Konferenz zur Koordination der Hilfe für Haiti im kanadischen Montreal sagte der haitianische Premierminister Jean-Max Bellerive, sein Land brauche mindestens fünf bis zehn Jahre internationale Unterstützung beim Wiederaufbau des Landes.
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- „Macs“ und „iPhones“ verkauften sich im letzten Quartal 2009, das 26. Dezember 2009 endete, offensichtlich hervorragend. Apple veröffentlichte heute seine jüngsten Quartalszahlen. Danach fuhr das US-Unternehmen im letzten Quartal einen Nettogewinn von 3,38 Milliarden US-Dollar ein – laut Apple der höchste Quartalsgewinn aller Zeiten. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn bei 2,3 Milliarden US-Dollar gelegen. 58 Prozent seines Gewinns im letzten Quartal erzielte die Firma im Ausland.
- Am Ende des zweiten Semesters seit Beginn der Krise verschärft sich die Lage an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg weiter. Seminare mit bis zu 150 Teilnehmern sind dabei keine Seltenheit mehr.
- Gleich drei tropische Wirbelstürme hielten in den vergangenen Tagen Australien in Schach. Zyklon Magda, der stärkste von ihnen, war in Western Australia für die Evakuierung von Bergleuten verantwortlich, die präventiv in Sicherheit gebracht wurden. Der Norden von Queensland und das Northern Territory wurden von den Zyklonen Neville und Olga bedroht.
- Wie Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer von der Staatsanwaltschaft Münster mitteilte, ermittelt die Behörde nun gegen den Betreiber der Uran-Anreicherungsanlage Gronau, Urenco, wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung und Freisetzen ionisierender Strahlen im Zusammenhang mit einem Arbeitsunfall am 21. Januar.
Montag, 25. Januar 2010
- Nachdem die systematische Suche nach Überlebenden der Erdbebenkatastrophe am 12. Januar in Haiti weitgehend beendet ist, konzentrieren sich die Anstrengungen der Weltgemeinschaft darauf, dem fast völlig zerstörten Land beim Wiederaufbau zu helfen. Zwei Themen stehen dabei im Vordergrund: die Verbesserung der Sicherheitslage in dem Land sowie die Koordinierung der finanziellen Hilfe für den Wiederaufbau.
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- Kurz nach dem Start auf dem Rafiq-al-Hariri-Flughafen in Beirut gegen 2:30 Uhr Ortszeit (1:30 Uhr Mitteleuropäische Zeit) ist eine Boeing 737-800 der Ethiopian Airlines ins Meer gestürzt. An Bord der Maschine waren 82 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. Inzwischen wird davon ausgegangen, dass niemand den Absturz überlebt hat.
- Auf die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland kommen höhere Belastungen durch steigende Krankenkassenbeiträge zu. Den ersten Schritt machte heute die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK). Die fünf Millionen DAK-Mitglieder werden ab Februar mit acht Euro zusätzlich monatlich zur Kasse gebeten.
Sonntag, 24. Januar 2010
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- Wie der Klinikdirektor des Universitätsklinikums Münster, Otmar Schober, erklärte, wurden bei dem Mann, der am 21. Januar in der Uran-Anreicherungsanlage Gronau mit dem hochgiftigen Stoff Uranhexafluorid in Berührung gekommen war, Uranspuren im Urin nachgewiesen.
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- Laut Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) laufen die für Januar geplanten Tests von Elektroautos erfolgreich an. Insgesamt sind in Deutschland in acht Modellregionen 90 Projekte geplant. In der Modellregion Rhein/Ruhr beginnt im Januar ein Test von Elektrofahrzeugen im Pendler- und im Wirtschaftsverkehr. 220 Fahrzeuge sollen hier zum Einsatz kommen.
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- Aus dem unter der rot-grünen Bundesregierung ausgehandelten Atomausstieg wird anscheinend vorerst nichts. Wie Medien, insbesondere der „Spiegel“, berichteten, hat sich die schwarz-gelbe Bundesregierung mit der Atomindustrie darauf verständigt, alle Atommeiler in Deutschland zunächst weiterlaufen zu lassen.
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- Die Berliner SPD-Fraktion einigte sich auf einer Klausurtagung in Eisenach auf Grundsätze des Umgangs mit der Situation bei der Berliner S-Bahn. Notfalls soll der Betrieb unter kommunale Kontrolle gebracht werden, sollte die Deutsche Bahn AG als Besitzer der Berliner S-Bahn das „S-Bahn-Desaster nicht nachhaltig lösen“.
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- Der Lebensmittel-Discounter Lidl hat die Verbraucher aufgerufen, eine bestimmte bei Lidl angebotene Käsesorte nicht zu verzehren, weil diese erhöhte Werte von Listerien (Listeria monocytogenes) aufwiesen. Bei der Rückgabe der Ware werde der Kaufpreis erstattet.
Samstag, 23. Januar 2010
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- Das Tor des Jahres 2009 wurde heute in der ARD-Sportschau bekannt gegeben: 41 Prozent der Zuschauer stimmten für ein Tor des Stürmers Grafite vom amtierenden deutschen Meister VfL Wolfsburg.
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- Der Vorsitzende der Partei „Die Linke“ im Deutschen Bundestag, Oskar Lafontaine, erklärte heute auf einer Pressekonferenz, er werde auf dem Parteitag im Mai nicht erneut für den Bundesvorsitz seiner Partei kandidieren. Auch sein Bundestagsmandat werde er niederlegen.
- Wie das UN-Büro für die Nothilfekoordination (OCHA) am Samstag mitteilte, wird die Suche nach Überlebenden des Erdbebens vom 12. Januar eingestellt. Internationalen Rettungsteams war es in den vergangenen neun Tagen gelungen insgesamt 132 Menschen aus den Trümmern zu retten. Die Regierung Haitis bezifferte die Zahl der inzwischen gefundenen Toten auf 111.481.
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- Der Internet-Suchmaschinen-Betreiber Google Inc. weist für das abgelaufene Jahr einen Gewinn von umgerechnet 4,6 Milliarden Euro aus. Damit konnte der Marktführer in diesem Segment seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Milliarden Euro steigern.
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- Die Koalition aus CDU und FDP im schleswig-holsteinischen Landtag besitzt nur noch eine Mehrheit von einer Stimme. Eine Neuauszählung von 928 Wahlzetteln durch den Landeswahlausschuss am Freitag hat ergeben, dass die Partei „Die Linke“ deutlich mehr Stimmen erhalten hatte als angegeben.
Freitag, 22. Januar 2010
- Hersteller in Indien haben versucht sich Extraprofite dadurch anzueignen, dass sie die Nachfrage nach Biobaumwolle mit gentechnisch manipulierten Baumwollpflanzen bedienten. In Deutschland wurde solche transgene Baumwolle in großem Stil als Bio-Ware etikettiert und verkauft.
- Wegen eines Strahlenunfalls wurde ein Arbeiter der Uran-Anreicherungsanlage| in Gronau zur Beobachtung in die Universitätsklinik Münster gebracht. Nach Angaben des Betreibers dieser in Deutschland einzigartigen Anlage war in der Behältervorbereitung der Anlage Radioaktivität ausgetreten.
- Wegen starker und andauernder Regenfälle sowie Stürmen besteht in Kalifornien die Gefahr von Schlammlawinen und Erdrutschen. Für weite Teile des US-Bundesstaates Kalifornien riefen die Behörden den Notstand aus.
- 90 Stockschläge vor ihren versammelten Mitschülerinnen und zwei Monate Gefängnis. Das ist die Strafe, die ein saudi-arabisches Gericht im Osten Saudi-Arabiens gegen eine 13-jährige Schülerin verhängte, weil sie trotz eines an Mädchenschulen Saudi-Arabiens geltenden Verbots ein Fotohandy mit zur Schule gebracht hatte.
- Nahe der polnischen Grenze zu der russischen Enklave Kaliningrad werden die USA Patriot-Raketen aufstellen. Dies soll nahe der Kleinstadt Morag geschehen, wie das polnische Verteidigungsministerium am Mittwoch verlautbarte.
Donnerstag, 21. Januar 2010
- Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe reichen die Vorräte für Lithium noch bis mindestens 2050. Lithium bildet den Grundstoff für die Lithium-Ionen-Akkumulatoren, die Kern der innovativen Technologie von Elektroautos sind.
- Nick Reilly, neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der Adam Opel AG, erklärte am Donnerstag in Brüssel, der Opel-Standort in Antwerpen (Belgien) solle zur Jahresmitte geschlossen werden. Damit fallen in Antwerpen 2.600 Arbeitsplätze weg.
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Besonders lesenswert
Perth / Brisbane / Darwin (Australien), 26.01.2010 – Gleich drei tropische Wirbelstürme hielten in den vergangenen Tagen Australien in Schach. Zyklon Magda, der stärkste von ihnen, war in Western Australia für die Evakuierung von Bergleuten verantwortlich, die präventiv in Sicherheit gebracht wurden. Der Norden von Queensland und das Northern Territory wurden von den Zyklonen Neville und Olga bedroht. Olga zog über die Kap-York-Halbinsel hinweg. Neville schlug eine etwas südlichere Bahn ein, konnte sich aber durch die Auswirkungen Olgas nicht richtig intensivieren und starb ab, bevor er das Festland erreichte. Der sogenannte Fujiwhara-Effekt, eine Art Tango zweier tropischer Wirbelstürme, ist ein seltenes Phänomen. Bureau-of-Meteorology-Regionaldirektor Jim Davidson erklärte, sich nicht an eine solche Wetterkonstellation in der Korallensee erinnern zu können.
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